Die Wähler in NRW können sich in den folgenden Wochen auf feurige Reden von Noch-Ministerpräsident Rüttgers und vor allem auf den Auftritt des bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer – als „Kutscher“ – freuen: „Hü!“ – „Hot!“ - „Brrr!“. - Und das in einem schwindelerregenden Tempo. Alle kriegen etwas ab - selbst die eigenen Koalitionäre - und das Gezänk nennt man in Bayern und Berlin „Regieren“. Die zu erwartenden Auftritte werden sicher super Comedy-Shows mit hohem Unterhaltungswert, in Konkurrenz zu „Deutschland sucht den Superstar“.
Gelder dafür werden die Industriebosse vermutlich wieder bereitgestellt haben. Jedoch bestimmt nicht mehr ganz so plump und offensichtlich, wie beim letzten Mal.
Aber wollen denn die Wähler im Lande ein solches Polittheater? Oder erwarten sie nicht zu Recht, dass seriöse, faire und soziale Politik gemacht wird, eine Politik, die für alle in NRW lebenden Menschen gut und nicht nur Klientel-Politik ist.
Vorschläge aus SPD-Kreisen oder anderer Oppositionsparteien wurden von den Regierenden bisher entweder ignoriert oder blockiert. Nun aber werden sie den Menschen als eigene, großartige Ideen präsentiert, nur zwei Beispiele: Ganztagsschulen und Kitas /Link/. Warum haben sie es bis jetzt nicht schon gemacht? Sie sind doch noch an der Macht.
Schon lange haben viele Menschen im Land das Gefühl, dass es den so genannten Christlichen nicht um die Belange der Wähler, sondern nur um ihren eigenen Machterhalt geht und das auch mit Mitteln der Täuschung.
11.04.2010 mja