Ein Mol

Ein Mol ist die Menge eines Stoffes von so viel Gramm, wie das Atomgewicht oder das Molekulargewicht des betreffenden Stoffes angibt. Beispiel: Kohlendioxyd ist ein Molekül, das - wie die chemische Formel CO2 besagt - aus einem Kohlenstoffatom (chemisches Zeichen: C) mit dem Atomgewicht 12 und zwei Sauerstoffatomen (chemisches Zeichen: O) mit je dem Atomgewicht 16 besteht (s. „Periodisches System der Elemente“). Das Molekül CO2 hat also das Molekulargewicht 12+16+16=44. Wenn man in eine Flasche nun 44 g CO2 füllt, ist dort gerade die Menge ein Mol (Formelzeichen: 1 mol) CO2 drin.
Uran 235 ist ein Atom mit dem Atomgewicht 235 laut periodischem System. Wenn man also 235 g Uran 235 (z. B. als Metallspäne) in ein Gefäß füllt, ist dort ein Mol Uran 235 drin.

Im Gegensatz zum Sauerstoff sollte man beim Uran immer das Atomgewicht 235 dazuschreiben, um es vom Uran 238 zu unterscheiden. Uran 238 kommt in der Natur etwa ca. 99,2 % vor und Uran 235 nur zu 0,8 %. Aber nur das in den Brennstäben befindliche Uran 235 ist in den AKWs spaltbar. Damit das Spalten überhaupt funktioniert, muss das Uran 238-Uran 235-Gemisch - bevor es für Brennstäbe verarbeitet wird - auf ca. 2 % Uran 235 angereichert werden, was technisch äußerst aufwendig ist.
14.09.2010 r

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