Bauernfängerei - Steuerentlastung

Steuern & Finanzen

Es war schon zu erwarten: Kaum haben die Steuerschätzer verkündet, dass die Steuern wegen der z.Z. guten Konjunktur höher ausfallen werden als vorher angenommen, können es einige schwarz-gelbe Politiker nicht lassen, großzügige Steuergeschenke zu versprechen, so z. B. der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Kauder eine „Entlastung der unteren und mittleren Einkommen“. Und auch andere aus der zweiten Reihe konnten ihren Mund nicht halten und quakten los, während Merkel (CDU), Schäuble (CDU) und Rösler (FDP) dazu schwiegen und es ihren Sprechern überließen, dem Steuerzahler was vorzuerzählen.

Aus den Äußerungen des Regierungssprechers Seibert konnte man entnehmen, dass es noch keinerlei Überlegungen gibt, wie die Steuern gesenkt werden könnten - wenn überhaupt - und dass die Konsolidierung des Staatshaushalts Vorrang habe. Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums Kotthaus wies daraufhin, dass wir „zurzeit jeden Tag 100 Millionen Euro Zinsen für unsere Staatsschulden“ zu zahlen haben. Auch anderen Politikern der Regierung ist klar, dass es bis auf weiteres keine Spielräume für Steuererleichterungen gibt, denn
wir haben eine Reihe von Risiken in unserem Staatshaushalt:

  • Kosten der Energiewende (Endlagerung, Schadensersatzansprüche der Atomwirtschaft, teilweiser oder kompletter Ausfall der Brennelementsteuer, Forschung für alternative Energien, Stromnetze, Energiespeicher, Gebäudesanierung usw.)
  • Kosten für Erziehung, Ausbildung und Wissenschaft (Kindergeld, Kindergärten und -tagesstätten, Schulen, Universitäten, Forschungseinrichtungen)
  • Zusätzliche Sanierungskosten für kulturelle Einrichtungen
  • Zusätzliche Sanierungskosten für das Verkehrswesen
  • Banken-Rettung
  • Griechenlandhilfe, sowie mögliche weitere EU-Staaten in Gefahrsituationen?
  • Länderfinanzausgleich und Bundeszuschüsse
  • Soziale Bereiche (Hartz IV, Renten, Arbeitslosengeld und Lohnaufstockung, Krankenversicherung)
  • Umbau unseres Militärs
  • Internationale Einsätze (human und militärisch)
  • Abgaben an die EU
  • Und und und

Die Überschuldung von Deutschland ist so groß, dass der Bundestag und der Bundesrat eine Schuldenbremse ins Grundgesetz eingebaut haben. Danach müssen der Bund ab 2016 und die Länder ab 2020 einen ausgeglichen Haushalt haben /Link/. Leider sind wir davon noch weit entfernt. Außerdem hatte Deutschland (Vertrag von Maastricht, Februar 1992), als der Euro in der EU eingeführt werden sollte, das Stabilitätskriterium von maximal 3 % Neuverschuldung durchgesetzt. Und jetzt haben schon viele Menschen Angst vor einer neuen Währungsreform.

Deshalb sagt Joachim Poß, Stellv. SPD-Fraktionsvorsitzender, zu diesem Kauderwelsch völlig richtig: „Diese junge Führungsriege macht einen derart ratlosen Eindruck, sie ist offenkundig überfordert und ihr fällt nichts anderes als das alte Westerwelle-Motto ein“. („Einfacher, niedriger, gerechter“ (Westerwelle, FDP)) Quelle: ZDF heute journal vom 22.06.2011.

Offensichtlich geht es hier nur um die Vorbereitung von plumpen Wahlgeschenken zur Bundestagswahl 2013. Außerdem haben wir den Eindruck, dass der „Wunschpartner“ FDP aufgewertet werden soll und den Wählern vorgegaukelt wird, dass die FDP der beste Koalitionspartner aller Zeiten ist, trotz anderer Wahrnehmung durch das Volk. Sieht man die Koalition und damit die Regierung am Wackeln und möchte das Volk durch die Vorbereitung plumper „Wahlgeschenke“ wieder einlullen, betören oder gar täuschen?
Vielleicht will die CDU/CSU auch nur der FDP die Zustimmung zur Vorratsdatenspeicherung „abkaufen“.

Finanzpolitisch macht eine Steuersenkung allein keinen Sinn. Notwendig wäre eine vernünftige und solide Steuerreform. Hierzu gab es bisher von den Regierungsparteien nur leere Versprechungen.
Es ist auch kaum vorstellbar, wie Nichtfinanzfachleute der Regierung eine solche Reform bewerkstelligen wollen, denn hierzu bedarf es harter Arbeit und Fachkompetenz.

Verbesserungsvorschläge finden sich auch in unseren früheren Artikeln. Unsere SPD hat in finanzpolitischen Dingen oft Weitblick bewiesen.

Das unsoziale Sparpaket der schwarz- gelben Bundesregierung

Steuerpolitik

Vorschläge zur Erneuerung unserer sozialdemokratischen Partei Deutschlands
1.4 Steuergerechtigkeit

 

   „Spare in der Zeit, so hast du in der Not.“ (Volksmund)

   Übertragen auf Volkswirtschaften:
   Sind die Steuereinnahmen gut, dann baue Staatsschulden ab
   bzw. schaffe einen Kapitalstock, so dass dann die Regierung
   bei Flauten die Nachfrage ankurbeln kann.
24.06.2011 mr

 
 

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Informationsfreiheit
muss bestehen bleiben

 

„ZDF-Sommerinterview mit Frank-Walter Steinmeier“

Hört genau hin,
unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einiges zurechtgerückt. /Link/
Und hier könnt Ihr es nachlesen:
/Link/

 

Interview der Woche

im Deutschlandfunk (Dlf) mit
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch
/Link/

 

Anne Brorhilker,

ehemalige Oberstaatsanwältin, schätzt, dass Deutschland wegen Steuerhinterziehung rund 100 Milliarden Euro pro Jahr entgehen. Der Finanzdienstleistungssektor scheint einen so gewaltigen Einfluss zu haben, dass die staatliche Aufsicht u. E. Aufklärung von Steuerhinterziehung großer Summen behindert.

Deutschlandfunk: „Interview der Woche“ Sonntag, 22.03.26 ab 11:05 Uhr /Link/

Der Verein Finanzwende setzt sich „für faire, stabile und nachhaltige Finanzmärkte ein.“ /Link/.

 

Umsetzen der Istanbul-Konvention - Jetzt!

In der Istanbul-Konvention verpflichten sich Staaten, geschlechtsspezifische Gewalt. die sich gegen Mädchen und Frauen richtet, zu bekämpfen und zu ahnden. Wie viel Gewalt und wie viele Femizide an Mädchen und Frauen müssen noch in Deutschland geschehen, bis auch unsere Regierung die Istanbul-Konvention endlich umsetzt?

 

Das war kein Aprilscherz,

als am 1. April 2025 fünf bewaffnete Polizisten das Haus der Familie des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Menden (Sauerland, NRW) durchsuchten.
„Der rechtswidrige [Durchsuchungs-]Beschluss kam vom Amtsgericht Arnsberg.“ „Die Direktorin ist die Ehefrau des Bundeskanzlers, Charlotte Merz.“ (CDU) /Link/.
Ausschüsse dazu im Landtag NRW /Link/

Eine weitere rechtswidrige Hausdurchsuchung? /Link/ Ja, es war so! /Link/

/Link/

 

75 Jahre Grundgesetz

„Am 23. Mai 1949 [fand] in der Aula der Pädagogischen Akademie [in Bonn] in feierlichem Rahmen die Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes statt.“ /Link/

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier /Link/

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnt

in einem Interview mit der SZ an, dass wenn „die Glaubwürdigkeit einer Regierung sinkt, hängt das auch damit zusammen, dass Entscheidungen nicht ausreichend kommuniziert oder akzeptiert worden sind oder von internem Streit, der nach außen dringt, überlagert werden.“
Zum Interview: /Link/, s. auch /Link/.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Vor 175 Jahren trat die Deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. zusammen. Es war am 18.Mai 1848 in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Zur Rede des Bundespräsidenten: /Link/

 

Missstände bei der Polizei und Justiz

Justizwillkür wie z. B. der „Badewannenunfall“, das Ignorieren des BVerfG von Richtern des OLGs Naumburg, der Fall Mollath,
sowie Fehlverhalten von Polizeibeamten.

 

Endlich existiert ein Whistleblowergesetz, es scheint uns aber nicht optimal zu sein.

 

Waffen - werden keinen Frieden schaffen!

Keine Waffen und keinen Technologietransfer in die Türkei! /Link/!
Keine Panzer an Saudi-Arabien /Link/!
Keine Lieferungen von Kriegsgerät in Krisengebiete /Link/!

 

Auch wir, SPD Eulen, haben bereits seit 2010 mehrfach kritisiert:
Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist illegal.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 05.05.2020 /Link/

Europaflagge

 

Stau-Stau-Stau-Stau-Stau

Von Nord nach Süd
von Ost nach West
und umgekehrt.
Ganz Deutschland
steht im Stau!

/Link/

Dadurch werden
Kräfte gebunden,
Zeit vergeudet,
die Gesundheit gefährdet.

 

Gesundheits- und umweltschädlich

Abgase, Rauch und Gülle

 

Steuersenkung?

Nein!

Steuerreform unseres sehr komplizierten Steuersystems?
Ja!!

 

Zu früheren Blöcken

hier

 

Mit der SPD auf Tour

„Gemeinsam Mee(h)r erleben“

Jahresprogramm
für 2025 / 26

 

Motto für 2026

Hoffnung verbreiten, Solidarität leben

zu den früheren Mottos

 

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