Ein Sozialdemokrat als Manager?

Soziales

Wie aktuelle Erfahrungen zeigen, haben Personen, die sich als SozialdemokratInnen outen, evtl. sogar politisch aktiv sind, so gut wie keine Chancen, in die Führungsebenen oder mittlere Firmenhierarchie der Großkonzerne aufgenommen zu werden, auch wenn sie noch so fähig und erfahren sind /Link/ (07.05.2014: /Ersatzlink/). Bevorzugt werden die Klientel der „Nichtfarbe“ oder der Spaßpartei.

Auch junge Menschen, die soziale und demokratische Gesinnung zeigen und gar bei den Jusos sind, haben es unseres Wissens oft sehr schwer, in bestimmte Betriebe aufgenommen zu werden, selbst bei hoher Qualifizierung.

Der Grund liegt vermutlich darin, dass in den Köpfen mancher Manager und Firmenbesitzer immer noch das Bild aus dem 19. Jahrhundert spukt, wo sich die arbeitende Bevölkerung „unverschämterweise“ anmaßt, an dem Wohlstand der „bürgerlichen Klassen“ teilhaben zu wollen. Und diese Manager verbinden dieses Bild heute mit der SPD. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die Gehirne dieser Manager so verkrustet sind, sodass sie für die heute zeitgemäßen sozialen Zustände einfach nicht zugänglich sind. Betrachtet man aber die Skandale, Korruption und Betrügereien in der Wirtschaft – siehe Siemens, Banken, MAN, Handel/Discounter etc. –, dann stellt man doch ein gewaltiges Hirnpotential fest, ohne das diese „Aktivitäten“ kaum möglich wären.

Vielleicht leiden diese Manager einfach unter einer Phobie gegen alles, was mit Sozialem zu tun hat. Sie haben Angst um ihren Status. Dabei verdrängen sie, dass sie allen ihren Reichtum schließlich der arbeitenden Bevölkerung zu verdanken haben. Oder steckt doch eine – selektive – Gehirnverkrustung dahinter?
21.05.2009 gm

 
 

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