„Wen soll ich bloß nur wählen?“

Wahlen

Kompakt:

  • Die Vorschläge von Finanzminister Peer Steinbrück sind am ehesten geeignet, die Finanz- und Wirtschaftskrise zu überwinden.
  • Andere Problemkreise, wie Unterstützung von Firmen, Abwrackprämie, Guantanamo-Häftlinge, Kinderpornografie im Internet, sind als Wahlkampfthemen ungeeignet oder haben nur untergeordnete Bedeutung.
  • Allein zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise wäre es richtig, der SPD Ihre Stimme zu geben.

Die Europawahl rückt näher und auch die Bundestagswahl im Herbst ist nicht mehr so fern.
„Wo nur mache ich mein Kreuz?“
„Wähle ich die Partei, deren Politiker mir am fähigsten erscheinen oder die Partei mit den besten Wahlversprechungen, die dann erfahrungsgemäß doch nicht eingehalten werden?“

Natürlich können Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht erwarten, dass Autoren einer SPD-Seite eine andere Partei empfehlen. Die SPD-Eulen fühlen sich aber unabhängig von der Parteiführung, sodass sie, wenn sie eine andere Partei für besser hielten, dann lieber nichts dazu schreiben würden, als der Parteiführung „nach dem Munde zu reden“.

Unsere Politiker – leider auch die der SPD - machen vieles, was nicht unsere Zustimmung finden kann. Man muss aber eine Partei wählen – oder man überlässt es den anderen zu entscheiden, wo es lang geht.

Wir sind in einer Finanz- und einer Wirtschaftskrise.

Wirtschaftskrisen kommen u. E. fast zwangsläufig, so wie es dann auch wieder besser wird. Bisher waren Politiker kaum fähig, sich antizyklisch zu verhalten. Das heißt, in Wirtschaftsflauten durch zusätzliche, sinnvolle Staatsausgaben die Nachfrage anzuregen und dann, wenn es der Wirtschaft besser geht, den Schuldenberg wieder abzubauen. Genau das geschieht aber so gut wie nie. Vielmehr werfen die Politiker derzeit mit Geldern, die nicht vorhanden sind (Konjunkturpakete), nur so um sich. Wenn es der Wirtschaft dann besser geht, wird - wie in der Vergangenheit - auch zukünftig wieder Geld im Übermaß ausgegeben, um die Wähler bei Laune zu halten. Damit wird erneut der Keim für die nächste Wirtschaftskrise gelegt. Das Misstrauen der Bürger gegenüber Wahlversprechen und -geschenken ist durchaus begründet.

Neu ist dieses Mal die aus Amerika importierte Finanzkrise. Die führende Wirtschaftsmacht USA hat viele Jahre weit über ihre Verhältnisse gelebt und einen riesigen Schuldenberg aufgetürmt. Bankmanager vieler Staaten haben diesen Schuldenberg dann mittels undurchsichtiger Wertpapiere über die ganze Welt verstreut. Andere Bankmanager haben den Handel mit diesen Papieren als „Spielkasino“ ohne feste Regeln umfunktioniert. In einer solchen Situation wirkt sich dann das Streben vieler Hedgefondmanager und Spekulanten nach schnellem Gewinn ohne Rücksicht auf Menschen verhängnisvoll aus. Steuerhinterziehungen in großem Ausmaß und Korruption verschlimmern die Situation gewaltig.

Zunächst waren sich alle etablierten Parteien in Deutschland einig, dass das Bankensystem intakt bleiben muss, koste es was es wolle. Der Konkurs auch nur einer der großen Banken hätte nach Meinung der Fachleute dazu führen können, dass das ganze Finanzwesen in Deutschland zusammengebrochen wäre. Kein Gehalt hätte mehr ausgezahlt und keine Ware mehr bezahlt werden können.

Die Bankenrettung war aber nur die Notbremsung. Unser Finanzsystem muss unverzüglich komplett überholt werden.

Dazu hat aber nur unser Finanzminister Peer Steinbrück ein schlüssiges Konzept:

  • Zunächst müssen die Banken, die vom Staat Hilfe erhalten, bestimmte Auflagen erfüllen und ihre Manager in die Pflicht nehmen.
  • Dann müssen die Regeln auf dem Finanzsektor verschärft und die Bankaufsicht einflussreicher gemacht werden.
  • Die Hedgefonds müssen strengere Regeln bekommen.
  • Die Bezahlung von Managern muss an dauerhaften Erfolg und nicht an schnelle Gewinne geknüpft und transparent gestaltet werden. Für Fehlleistungen müssen Manager haften.
  • Ein weiteres, wichtiges Vorhaben sind das Austrocknen der vielen Steueroasen (Jersey, Lichtenstein, Schweiz, …) und Fortschritte bei der Steuerehrlichkeit.

Unterstützung findet der Finanzminister dabei nur in unserer Partei und bei einigen wenigen Politikern der CDU um Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nur wenn die o. g. Vorhaben gelingen, kommen wir wieder zu einer funktionierenden, sozialen Marktwirtschaft. Die Liberalen unter Herrn Westerwelle propagieren indirekt immer noch den Turbokapitalismus, auch wenn sie jetzt in Reden den Begriff „soziale Marktwirtschaft“ benutzen, aber weiterhin die Finanzmärkte frei agieren lassen wollen. Die CSU will die Steuern senken, was zwangsläufig zu einer weiteren Erhöhung der Staatsschulden führen und damit die nächste Finanzkrise einleiten würde und in der CDU gibt es starke Kräfte, die dieses Bestreben aus dem Süden unterstützen, ohne die Banken stärker in die Pflicht nehmen zu wollen. Die Seehofer-CSU stemmt sich heute noch dagegen, ihrer Bayerischen Landesbank ein tragfähiges Geschäftsmodell zu geben und „eiert“ lieber mit den Steuergeldern der bayerischen Steuerzahler herum.

Die SPD-Eulen sind der Meinung, dass nur der von Peer Steinbrück vorgeschlagene und beschrittene Weg aus der Finanzkrise führen kann. Deshalb ist es wichtig, dass die SPD so stark wird, dass Peer Steinbrück seine Vorhaben umsetzen kann.

Die SPD-Eulen sehen

  • das übertriebene Herumfuhrwerken bei der Unterstützung von Opel und dem Schaefflerkonzern,
  • die Abwrackprämie,
  • das konzeptlose Herumändern an den Steuersätzen,
  • den Streit, ob Deutschland 10 Menschen (Guantanamo-Häftlinge) aufnehmen soll, und
  • die Sperrung von Internet-Seiten mit Kinderpornografie

nur als krampfhafte Suche nach Wahlkampfthemen an.
Eine sinnvolle Sache ist sicher die Forderung eines Mindestlohns, verbunden mit hohen Bußgeldern, wenn Firmen den Mindestlohn umgehen (z. B. mit einem korrekten Arbeitsvertrag, aber dann die Angestellten unbezahlt länger arbeiten lassen, was beispielsweise im Handel und in sozialen Berufen vermutlich üblich ist).

Natürlich darf und soll der Staat Firmen in der Not helfen, solange das volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Bei Opel muss sichergestellt sein, dass die Firma überhaupt überlebensfähig ist und ein Investor die Firma einschließlich Belegschaft übernimmt und nicht nur die staatliche Unterstützung absahnt. - Familie Schaeffler pokert mit Verschleppungstaktiken herum. In dieser Situation ist u. E. keinem von beiden Steuergelder und/oder Bürgschaften zu geben. – Für die Abwrackprämie sind plötzlich alle Politiker, weil viele Menschen die Prämie mitgenommen haben, um das ohnehin fällige neue Auto zu kaufen. Viel bewirkt wurde dadurch nicht. Zum Beispiel wäre es sozialer gewesen, die ErzieherInnen gerechter zu bezahlen. Diese hätten sicherlich damit nicht an der Börse spekuliert, sondern sich mehr Sachen geleistet und damit auch die Wirtschaft angekurbelt. - Die Forderung mit dem Steuertarif im Wahlprogramm der FDP ist nicht gerade neu. Wir erinnern uns noch an den „Bierdeckel“ des Herrn Merz (CDU). Wesentlicher wären das Stopfen von Steuerschlupflöchern und das Beenden der steuerlichen Bevorzugung reicher Personen und Firmen durch die CDU in Hessen und die CSU in Bayern. Nicht nur die Steueroasen im Ausland, sondern auch die in Deutschland müssen ausgetrocknet werden.

Der Streit um die Guantanamo-Häftlinge ist peinlich. Es geht um ungefähr 10 Menschen und außerdem sind die USA eine befreundete Nation, der wir aus Solidarität beistehen sollten. Insgesamt gesehen: Die SPD-Eulen würden sich sehr wünschen, wenn sich die SPD noch stärker für die Grundrechte der Menschen einsetzen würde, beispielsweise beim Asylrecht; allerdings sind Vertreter anderer Parteien da viel schlimmer (wie z. B. Manfred Weber (CSU) in Bezug auf die Guantanamo-Häftlinge: „Obama muss seine Probleme selbst lösen“).

Das Problem der Kinderpornografie im Internet ist seit langem bekannt, aber erst kurz vor der Wahl hat die Familienministerin (CDU) plötzlich die Idee mit dem Stoppzeichen. Unsere Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte zunächst den richtigen Gedanken, das als Unsinn abzutun, nun aber macht sie auch noch ein Strafgesetz dazu. Hätten die beiden Ministerinnen erst einmal die Fachleute gehört, so hätten sie erfahren, dass dies ein falscher Weg ist. Diejenigen, die Pornographie mit Gewaltdarstellung suchen, kommen weiter ungehindert dran. Erwischt werden nun die, die unbeabsichtigt (wodurch auch immer) auf solche Seiten geraten. Richtiger wäre es: Die Server, auf denen sich Kinderpornographie befindet, vom Netz zu nehmen und alle Beteiligten, auch die „Kunden“ zu ermitteln und zu bestrafen. Um das zu können, braucht man mehr kompetente, gut ausgestattete Fahnder, die im Netz arbeiten und die Porno-Ringe aufdecken. Das jetzige Vorhaben könnte nach Meinung vieler Fachleute und auch unserer Auffassung nach ein Einstieg in die Zensur des Internets sein. Das Grundgesetz bliebe dann - wie so häufig - wieder einmal auf der Strecke. Eigentlich müssen die Ursachen angegangen werden: die Gewalt auch in der eigenen Familie.

Trotz berechtigter Kritik an manchen SPD-Politikern erscheint uns die SPD dennoch die beste Lösung, da sie am ehesten geeignet ist, die Finanzkrise – das derzeit wichtigste Problem – zu überwinden und damit auch die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Deshalb wäre es wichtig, dass Sie SPD wählen.
19.05.2009 s

 
 

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Informationsfreiheit
muss bestehen bleiben

 

„ZDF-Sommerinterview mit Frank-Walter Steinmeier“

Hört genau hin,
unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einiges zurechtgerückt. /Link/
Und hier könnt Ihr es nachlesen:
/Link/

 

Interview der Woche

im Deutschlandfunk (Dlf) mit
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch
/Link/

 

Anne Brorhilker,

ehemalige Oberstaatsanwältin, schätzt, dass Deutschland wegen Steuerhinterziehung rund 100 Milliarden Euro pro Jahr entgehen. Der Finanzdienstleistungssektor scheint einen so gewaltigen Einfluss zu haben, dass die staatliche Aufsicht u. E. Aufklärung von Steuerhinterziehung großer Summen behindert.

Deutschlandfunk: „Interview der Woche“ Sonntag, 22.03.26 ab 11:05 Uhr /Link/

Der Verein Finanzwende setzt sich „für faire, stabile und nachhaltige Finanzmärkte ein.“ /Link/.

 

Umsetzen der Istanbul-Konvention - Jetzt!

In der Istanbul-Konvention verpflichten sich Staaten, geschlechtsspezifische Gewalt. die sich gegen Mädchen und Frauen richtet, zu bekämpfen und zu ahnden. Wie viel Gewalt und wie viele Femizide an Mädchen und Frauen müssen noch in Deutschland geschehen, bis auch unsere Regierung die Istanbul-Konvention endlich umsetzt?

 

Das war kein Aprilscherz,

als am 1. April 2025 fünf bewaffnete Polizisten das Haus der Familie des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Menden (Sauerland, NRW) durchsuchten.
„Der rechtswidrige [Durchsuchungs-]Beschluss kam vom Amtsgericht Arnsberg.“ „Die Direktorin ist die Ehefrau des Bundeskanzlers, Charlotte Merz.“ (CDU) /Link/.
Ausschüsse dazu im Landtag NRW /Link/

Eine weitere rechtswidrige Hausdurchsuchung? /Link/ Ja, es war so! /Link/

/Link/

 

75 Jahre Grundgesetz

„Am 23. Mai 1949 [fand] in der Aula der Pädagogischen Akademie [in Bonn] in feierlichem Rahmen die Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes statt.“ /Link/

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier /Link/

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnt

in einem Interview mit der SZ an, dass wenn „die Glaubwürdigkeit einer Regierung sinkt, hängt das auch damit zusammen, dass Entscheidungen nicht ausreichend kommuniziert oder akzeptiert worden sind oder von internem Streit, der nach außen dringt, überlagert werden.“
Zum Interview: /Link/, s. auch /Link/.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Vor 175 Jahren trat die Deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. zusammen. Es war am 18.Mai 1848 in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Zur Rede des Bundespräsidenten: /Link/

 

Missstände bei der Polizei und Justiz

Justizwillkür wie z. B. der „Badewannenunfall“, das Ignorieren des BVerfG von Richtern des OLGs Naumburg, der Fall Mollath,
sowie Fehlverhalten von Polizeibeamten.

 

Endlich existiert ein Whistleblowergesetz, es scheint uns aber nicht optimal zu sein.

 

Waffen - werden keinen Frieden schaffen!

Keine Waffen und keinen Technologietransfer in die Türkei! /Link/!
Keine Panzer an Saudi-Arabien /Link/!
Keine Lieferungen von Kriegsgerät in Krisengebiete /Link/!

 

Auch wir, SPD Eulen, haben bereits seit 2010 mehrfach kritisiert:
Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist illegal.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 05.05.2020 /Link/

Europaflagge

 

Stau-Stau-Stau-Stau-Stau

Von Nord nach Süd
von Ost nach West
und umgekehrt.
Ganz Deutschland
steht im Stau!

/Link/

Dadurch werden
Kräfte gebunden,
Zeit vergeudet,
die Gesundheit gefährdet.

 

Gesundheits- und umweltschädlich

Abgase, Rauch und Gülle

 

Steuersenkung?

Nein!

Steuerreform unseres sehr komplizierten Steuersystems?
Ja!!

 

Zu früheren Blöcken

hier

 

Mit der SPD auf Tour

„Gemeinsam Mee(h)r erleben“

Jahresprogramm
für 2025 / 26

 

Motto für 2026

Hoffnung verbreiten, Solidarität leben

zu den früheren Mottos

 

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