Geschichten5

31 In den fünfziger Jahren

31.1 Die neue Mansardenwohnung
Inzwischen waren wir umgezogen und wohnten außerhalb der Stadt, echt am Rande. Da war ich neun Jahre alt. Die Wohnung war unter dem Dach und hatte zwei kleine Gauben, daher wurde sie als Mansardenwohnung bezeichnete, was zwar gemütlich klingen mag, was sie jedoch wegen der Enge nicht war. Sie hatte kaum senkrechte Wände. Die meisten Wände hatten Dachschrägen. Die Wohnküche und zwei Räume waren dadurch sehr klein. Es waren kaum Stellflächen für Möbel vorhanden. Jeder Zentimeter wurde ausgenutzt. So hatte Opa in den Wandnischen unter den schmalen Fensterbänken kleine Regale gekonnt eingebaut, dass sie zudem auch noch die Fensterbänke verbreiterten und Omas Pflanzen mehr Platz fanden. Alles war kleiner als in der Notwohnung vorher, in Mitten der Stadt. Und vorher mussten wir nur eine Treppe hoch und jetzt zwei, was für meine alten Großeltern immer schwerer wurde. Auch in dieser neu gebauten Wohnung hatten wir kein Badezimmer. Nur die Küche wurde - wie auch früher schon - durch unseren alten Küchenherd beheizt. Im Winter war es in dieser Wohnung sehr kalt und zugig, denn das Haus - vor allem das Dach - war schlecht gebaut. Auf den Sparren waren Bretter genagelt und darauf dann direkt die Schieferplatten, es fehlte die Dachpappe darunter. Wenn es schneite, kam Schnee durch das undichte Dach und lag manchmal ziemlich hoch auf dem Fußboden des Dachbodens. Wir mussten den Schnee weg fegen und raus schaffen, damit er nicht taute und Wasser in unsere Zimmerdecken eindrang. Das gelang uns nicht immer rechtzeitig und so hatten wir Wasserkränze vor allem an den Zimmerdecken und den Dachschrägen. Es sah hässlich aus.
Weiteres später, in anderen Zusammenhängen.

31.2 Familienfeste
In der Volkschule hatten wir Beicht- und Kommunionunterricht.
Ich wusste nicht, was ich beichten sollte und hatte daher einfach aus dem Beichtspiegel mögliche Sünden abgeschrieben, denn ich wollte nichts vergessen. Weil ich nicht alles behalten konnte, las ich dem „Beichtvater“ meine möglichen Sünden einfach vor und bekam die Absolution.
Der „Weiße Sonntag“, Tag meiner Erstkommunion war schön. Es war zwar kalt, aber mir war´s wohl ums Herz. Ich war mit mir im Reinen und sehr zufrieden.
Zu Hause wieder angekommen, wurde ausgiebig gefrühstückt. Die ersten Gratulationen und bescheidenen Geschenke waren eingetroffen. Das alles war mir nicht so wichtig. Mich freute, dass viele an meinem „Ehrentag“ gekommen waren und wir alle friedlich zusammen saßen und zusammen aßen ohne Gezänk. Allen schmeckte alles gut, nur mir nicht alles. Es gab auch - als eine feine Besonderheit - Pferdeschinken, eigens aus der Pferdemetzgerei und nicht von der Freibank. Grässlich, er roch so anders und schmeckte mir überhaupt nicht, denn er war süßlich. Ich sollte aber auch davon essen. Ekelhaft! Ich konnte ihn kaum hinunterschlucken. Einige Tage später war ich ziemlich krank. - Auch diese Episode ist mir tief in Erinnerung geblieben.

Mitte der 50er Jahre feierten meine Großeltern ihre „Goldene Hochzeit“ in dieser neuen, kleinen Mansardenwohnung. Groß einladen konnten sie nicht, denn sie hatten kein Geld für eine üppige Feier. Einige Freunde, Verwandte und auch Franz, der Müller und seine Frau, kamen. Sie hatten neben Fleisch eine wunderschöne, riesige Hochzeitstorte mitgebracht. Es waren mindestens drei Torten aufeinander gesetzt. Vorher hatte ich so eine noch nicht gesehen. Es war ein schönes Fest.

Opa hatte Geburtstag. Es war 80 Jahre alt. Normalerweise feierten wir nur Namenstage. Sein Namenspatron war Franz Xaver und der Tag wurde schon immer ein wenig besonders gestaltet. Auf jeden Fall gab es etwas Schöneres als gewöhnlich zu Essen und seinen Lieblingskuchen: Einen Mohn- oder einen Käsekuchen. Ich schenkte ihm meistens etwas Selbstgebasteltes und er liebt meine kleinen „Geschenke“. Dieser Geburtstag aber war etwas Außergewöhnliches. Es war so feierlich und das spürte ich. Unsere kleine Mansardenwohnung war voller Leute. Es war ein Kommen und Gehen. Es wurden Opas Aufgesetzter und Met „kredenzt“. Dieser Tag war wunderbar und ich genoss ihn sehr. Ich ließ m e i n e n Opa nicht aus den Augen. Zwei Jahre später war er tot, als hätte ich es da schon geahnt.

31.3 Die Zeit auf der Mittelschule
Meine vierjährige Volksschulzeit ging zu ende, denn ich hatte die Aufnahmeprüfung für die Mittelschule bestanden. Opa überlegte: „Sechs Jahre Schulgeld können wir aufbringen, neun Jahre aber nicht.“ Der Übertritt gelang holprig. Ich gewöhnte mich jedoch an alles. Mir blieb zum Spielen mit den anderen Kindern immer weniger Zeit, denn zu Hause musste ich verstärkt mitarbeiten, da Oma und Opa meine Hilfe brauchten. Manches war auch schwer, z. B. war es nicht leicht, beim Sägen von Holz die über 2 m lange Säge nur festzuhalten, damit sie nicht ausschlug. Dann musste ich jede Woche die Fußböden der Wohnung wischen und die obere Treppe im Haus putzen und beim Sammeln von Holz und Kräutern und der Gartenarbeit helfen.
Die Schule wurde von Ordensschwestern geleitet. Meine schulischen Leistungen waren nicht berauschend und Opa glaubte, die Nonnen „bezirzen“ zu müssen, damit ich nicht sitzen blieb und „von der Schule flog“. Er hielt für mich eine gute Schulbildung für außerordentlich wichtig. Zu den Elternsprechtagen nahm er von seinem Honig für die Schwestern zwei, drei Gläser mit und hoffte, dass es half. Frei nach dem ostpreußischen Motto: „Eine jut jebratene Jans ist eine jute Jabe Jottes.“ Na, ja, alles in allem gelang es, ich blieb kein Mal sitzen. Meine Mitschülerinnen meinten später, ich wäre in der Schule eigentlich gar nicht so schlecht gewesen. Die Mitte auf der Mittelschule reichte mir sowieso voll aus. Ich war in keiner Weise strebsam oder ehrgeizig. Nach drei Jahren wurde das Zahlen von Schulgeld abgeschafft. Weil ich aus armen Verhältnissen stammte, bekam ich von Anfang an Schulbücher geliehen und wir brauchten nur wenige Bücher und Verbrauchsmaterial zu kaufen, was eine große finanzielle Erleichterung für uns war, die auch ich damals bereits zu schätzen wusste.
Englisch sah ich als „Kauderwelsch“ an und mochte den Unterricht gar nicht. Ich wusste auch nicht, wofür ich das lernen sollte, wo doch alle um mich herum Deutsch sprachen. Und ich konnte einfach kein Englisch. Eine andere, weitere Sprache durfte ich daher nicht lernen, Deutsch, mündlich und schriftlich, war auch nicht meine Stärke. Mathe fiel mir leicht, Chemie reizte mich sehr, Biologie und Geschichte waren toll. Stenographie konnte ich auch ganz gut, bis zu dem Tag als bei uns zu Hause über meine Berufsausbildung als Locherin - über meinen Kopf hinweg - diskutiert wurde. Das klang für mich so abschreckend, so dass ich ab da kein Steno mehr konnte. Die Fertigkeit der Stenographie wäre schon nützlich gewesen, wie ich später erkennen sollte.
Physik war nicht so mein Fach. Wir hatten ein dünnes Buch: „Physik für Mädchen“. Beim Thema „Das Bügeleisen“ klappte ich dieses Buch zu und öffnete es nicht mehr. Was aus dem Unterricht bei mir hängen geblieben war, musste reichen, meistens war es „ausreichend“.
Ich war ein sehr frommes Kind. In Religion hatte ich oft gut oder sogar sehr gut. Manchmal fand ich den Unterricht fantastisch. Ich hatte aber schon früh Probleme, Dinge zu behalten, die ich nicht verstand. Auswendig lernen, konnte ich so gut wie gar nicht. Manche Text aus dem Katechismus verstand ich nicht. Eines Tages sollte ich mir wieder etwas einverleiben, was ich absolut nicht verstand und daher nicht behalten konnte. Voller Wut darüber schleuderte ich den Katechismus durch den Raum. Er landete unter dem Bett und als ich ihn wieder vor holte, war er stark beschädigt. Ich bekam ein so schlechtes Gewissen, dass ich erwartete, vom Donnerschlag getroffen zu werden.

Ich lachte gern und es gab dann und wann komische Situationen, in denen ich fast nicht mehr aufhören konnte zu lachen. Folglich flog ich aus dem Unterricht und das passierte nicht nur einmal. Manchmal war es mir auch peinlich. Einmal bekam ich nach einer solchen Situation von meiner Mathelehrerin eine Standpauke gehalten. Sie beendete ihre Ermahnungen mit dem Satz: „Liebes Kind, zieh in Frieden.“ Ich - so wie ich nun mal erzogen war - erwiderte höflich: „Danke gleichfalls“. Kaum hatte ich den Raum verlassen, empfand ich meine Reaktion unpassend und äußerst komisch, wenn nicht sogar b l ö d. Laut lachend verließ ich das Schulgebäude. Die Nonne hatte das zum Glück wohl nicht mehr mitbekommen.
Im Allgemeinen war die Schule für mich eine Alltäglichkeit und musste so neben her laufen. Für Hausaufgaben blieb mir oft wenig Zeit, denn ich hatte genügend andere Sorgen.

Opa war inzwischen gestorben und Mutter war plötzlich wieder einmal da. Sie hielt mich für dumm und war der Meinung, ich könnte arbeiten und Geld verdienen und „nicht unnütz Oma auf der Tasche liegen“. Es war nämlich Elternsprechstunde gewesen und Mutter war offenbar hingegangen.
Ein paar Tage danach, ich saß wie immer in der Klasse auf meinem Platz, erfuhr ich urplötzlich - wie aus heiterem Himmel - dass ich abgemeldet und nicht mehr Schülerin dieser Schule sei. Umgehend wurde ich nach Hause geschickt. Oma hörte das mit Entsetzen und marschierte sofort zum Jugendamt und zu Fräulein L. von der Caritas, um mit derer beiden Hilfe diesen, wie sie meinte „schweren Fehler“ rückgängig zu machen. Ich ging wieder, wie bisher zur Schule. Mutter hatte nichts mehr zu sagen. Es war für mich jedoch wie „ein Schuss vor den Bug“. Mutter und ich verstanden uns gar nicht mehr. Sie hielt mich nach wie vor für d u m m, für ein „dummes Schaf“. Wenn sie ganz gut gelaunt war, nannte sie mich „Schäfchen“. „Lass gut sein Schäfchen“, bedeutete, mit dir kann ich über nichts sprechen, du verstehst es ja sowieso nicht. Meine Fragen wurden selten beantwortet, wenn dann kurz und knapp. Manchmal sprach sie lange nicht mit mir und schaute mich nur zweifelhaft an. Sie mochte mich nicht, weil ich so aussah wie mein Vater. Ich war froh, als sie uns wieder verließ.

Mein Leben war oft von schwerer Arbeit bestimmt. Mit zwölf Jahren schon musste ich alleine weiße Kochwäsche mit Hilfe eines Wäschestampfers und eines Rubbelbretts waschen. Beim ersten Mal war ich wohl sehr lange im Waschkeller und meine alte, kränkliche Oma sorgte sich sehr. Sie bat eine Nachbarin, doch einmal nachzuschauen, was ich da unten in der Waschküche so lange mache. Als die Frau zu mir kam, erkannte sie die Situation sogleich, ging in unseren Keller, holte Kohlen und heizte den Waschkessel erst einmal ordentlich ein. Und nach etwa zwei Stunden war ich fertig und die Wäsche hing strahlend weiß zum Trocknen auf dem Trockenboden an den Leinen. Da wusste ich, wie es geht und die nächsten Male ging es schon schneller.
Arbeiten habe ich im Allgemeinen immer ruck zuck erledigt. So fiel es auch oft gar nicht auf, dass ich dieses oder jenes bereits erledigt hatte. Neben allem Kummer hatte ich immer viel zu tun, eigentlich Pflichten! Nirgends konnte ich mit den anderen hingehen, es mangelte an Zeit und Geld. Ich wurde von meinen Klassenkameradinnen kaum beachtet, Freundinnen hatte ich aber trotz alledem: Maria, Hildegard, Isolde. Elsbeth nicht mehr, die war auf der Volksschule geblieben. Ihre Familie war auch aus der Stadtmitte gezogen, in einen Aussiedlerhof, aber am anderen Ende der Stadt. Manchmal, an schönen warmen Sommersonntagen, besuchte ich sie aber trotzdem noch und wir spielten wie früher zusammen oder machten Spaziergänge in ihrer neuen Umgebung.
Ich bekam auch immer wieder Hilfe, wenn ich darum bat. Oma schickte mich ab und zu mit den Worten los: „Frag den Herrn …, ob er uns helfen kann.“ Ganz, ganz selten kam ich mit einer Ablehnung zurück.

Als Oma mal sehr krank war, musste ich nicht nur neben der Schule noch den Haushalt bewältigen. Die Hausärztin hatte mir auch aufgetragen, meiner Oma Herzspritzen, intramuskulär, zu verabreichen. Frau Doktor hatte mir dazu alles genau erklärt und gezeigt. Auf Hygiene war besonders zu achten. Ich musste die Kolben und Kanülen gründlich mit Spülmittel waschen und dann in unserer elektrischen Backhaube sterilisieren. Ich konnte das. Und Oma ging es allmählich besser, sie wurde ganz langsam wieder gesund.

Vieles aus dem Schulunterricht ist mir entfallen. Folgendes werde Ich aber nie vergessen: Unsere Direx war auch unsere Geschichtslehrerin. Sie erzählte etwas über das „Dritte Reich“… und urplötzlich hörte ich den Satz: „Erst waren es die Zigeuner und die Juden, dann wären wir´s gewesen.“ oder so ähnlich. Es war für mich wie ein Hammerschlag. In unserer Klasse war es mucksmäuschen still und ich war in dem Moment wie erschlagen. Das war´s! Zu Hause hatte ich die ganzen Jahre über schon viel über „die Schreckenszeit“ erfahren. Doch dieser Satz hat mich entscheidend geprägt. Ich war da vielleicht 15 oder 16 Jahre alt.

Die Schulzeit hier war für mich 1960 zu Ende.
Chemie konnte ich leider nicht studieren. Allein die Studiengebühr hätte damals 500 DM monatlich gekostet und dafür war das Geld einfach nicht vorhanden. Die Ausbildung für einen sozialen Beruf übernahm der Staat, also ging nur das.
Ich war dann Anfang der 60er Jahre in Münster und Jahre später in Köln und das war gut so.
26. Mai 2022 p

31.4 Gewalt - Züchtigung - Zerstörungswut - Wahlen
Hier berichte ich aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis etwa 1958.
So weit ich zurück denken kann, begegnete mir - bei all dem Positiven, was ich erfahren durfte - immer wieder auch Gewalt. Ich bekam Schläge, vor allem dann, wenn ich gelogen hatte. „Wehe Du lügst“ hieß es oder „wenn etwas passiert ist, dann sag es, aber wehe dir, du lügst“ oder so ähnlich. Das wurde mir eingetrichtert, bzw. eingeprügelt. Wenn ich heulend nicht verstand, warum ich schon wieder Prügel bekommen sollte, erklärten Oma und Opa mir: „Wen Gott liebt, den züchtigt er“.
Zwei Mal hatte mein Opa mich geschlagen. Einmal bekam ich schlimmes Nasenbluten. Oma versuchte das Bluten zu stillen und es dauerte lange, bis es ihr gelang. Opa wurde unruhig. Ich glaube, er hatte Angst bekommen, mir schwer geschadet zu haben.
Das zweite Mal hatte ich ihn durch etwas gereizt, was ich im einzelnen nicht mehr weiß und er erhob die Hand zum Schlag, ich wich aus und knallte mit dem Kopf gegen die Herdkante. Das Blut floss in strömen. Er schnappte mich und lief mit mir zum Doktor. Die Platzwunde hatte der Arzt mit ein paar Stichen genäht und wir beide gingen langsam und schweigend wieder nach Hause.
Beide Begebenheiten passierten, als ich noch nicht in der Schule war. Danach hat mich Opa nie mehr geschlagen und wir waren beste Freunde. Ich war sein „Kaminsky“. Er tat alles - was ihm möglich war - für mich, seine Enkelin.
Die Prügelstrafen übte meine Oma an mir aus, dafür fühlte sie sich offenbar zuständig. Ich bekam Schläge mit der Birkenrute oder einem Lederriemenklopper und manchmal für Dinge, die ich einfach nicht verstand. Meinen Opa mochte ich lieber als meine Oma, obwohl sie mir mehr erzählte, wir viel zusammen sangen und lachten, wir beide auch mehr gemeinsam unternahmen.
Eines schönen Sommertages, wir waren in unserem Garten an der Mühle, da hatte ich wohl wieder etwas gemacht, was ich nicht sollte. Oma riss Brennnesseln aus und schlug mich damit über meine nackten Beine. Schreiend lief ich los, in die Mühle. Alle sahen die Blasen an meinen Beinen und versuchten, meine Schmerzen zu lindern. Meine Oma bekam Ärger. Ich meinte zu Recht, und es tat mir gut.
Als ich gerade zwölf Jahre alt war, wollte mich meine Oma wieder wegen einer Nichtigkeit schlagen. Ich baute mich drohend vor ihr auf und sagte mit leiser, jedoch fester Stimme: „Wenn du mich jetzt schlägst, dann schlage ich zurück.“ Sie hielt inne, ich glaube, wir waren beide darüber erschrocken. Wir setzten uns gemeinsam an den Küchentisch und redeten lange miteinander. Ab da verstanden wir uns gut. Auch sie hat mich danach nie mehr geschlagen.

Gewalt gab es um mich herum überall, gegen Tiere, gegen Sachen, auch gegen Menschen. Spatzen wurden mit Luftgewehren die Augen ausgeschossen. Hunde wurden gequält. So hatten junge Burschen einem kleinen Hund einige leere Blechdosen an seinen Schwanz gebunden und ihn dann laufen lassen. Das arme Tier fühlte sich durch das Geschepper hinter sich gehetzt und raste wie wild durch die Straßen der Stadt. Viele Umstehenden lachten, keiner half ihm. Wie dieses üble Spiel ausgegangen war, ist mir nicht bekannt. Katzen zu erschlagen, war auch üblich, um an ihr Fell - es wirkte angeblich gut gegen Rheuma - zu kommen. Füchse wurden getötet, weil sie vermeintlich etwas gestohlen hatten, vielleicht eine Gans, wer weiß?
Pferde oder Ochsen wurden manchmal geschlagen, wenn sie das schwerbeladene Fuhrwerk nicht ziehen konnten oder wollten.

Am Straßenrand zum Kalvarienberg standen rot blühende Bäumchen, die regelmäßig umgeknickt wurden. Neue Rotdornbäumchen wurden nachgepflanzt, die kurze Zeit später wieder umgeknickt waren. Ich verstand es nicht.
Auch die alten Kreuzwegstationen waren Ziel des Vandalismus; mehrfach wurden den Figuren die Köpfe abgeschlagen.
Auf dem Kalvarienberg standen hauptsächlich Kiefern. Mehrmals brannte es auf dem Berg lichterloh. Es hieß, dass es Gymnasiasten gewesen wären, die gezündelt hatten, die anderen hatten für solch einen dummen Schabernack keine Zeit. Der Schaden war beträchtlich.

Vor politischen Wahlen wurden auf Plakaten abgebildete Personen beschmiert bzw. bis zur Unkenntlichkeit entstellt oder Plakate abgerissen und zertrampelt oder weg geschmissen.
Vor Wahlen war die Stimmung überhaupt aufgeheizt. In der katholischen Kirche „plätscherte“ die Sonntagspredigt so vor sich hin. Plötzlich erhob der Probst seine Stimme und „donnerte“ von der Kanzel herunter, was die Erwachsenen zu wählen haben. Mutter erhob sich und verließ demonstrativ die Kirche. Irgendwann nach der Predigt - kurz vor der Opferung - kam sie wieder zurück zur Sonntagsmesse.
Ich wäre beinahe vor Scham im Boden versunken, so peinlich war mir das.
Mutters Kommentar dazu: „Ich lasse mir doch nicht von dem da oben sagen, wen ich zu wählen habe.“. Sie „ist eine Rote“, sagten alle.
01.06.2022 p

31.5 Ein besonderes Unwetter
Es war der Tag vor Fronleichnam und die Blumenteppiche für die Prozession waren in Vorbereitung oder weitgehend gelegt.
Gegen 5 Uhr nachmittags zogen dunkle Wolken auf und nach kurzer Zeit wurde es stockfinster, fast so, wie in der Nacht. Meine Oma zündete an unserem kleinen Hausaltar die Gewitterkerze an und meine Großeltern und ich knieten nieder und beteten. Ein furchtbares Unwetter mit Hagel und Gewitter tobte. Es goss in strömen, es schüttete. Das Wasser lief von der Straße in den Keller. Alle Hausbewohner waren in großer Aufregung. In den Kellerräumen stieg der Wasserspiegel immer höher und mein Opa kam auf die glorreiche Idee, die Kelleraußentür auf der Hofseite zu öffnen, so dass das Wasser einfach nach draußen durchfließen konnte, Alles war aber vom Wasser durchtränkt und musste danach zeitaufwendig tagelang gereinigt und getrocknet werden.
In der Nähe unserer Mansardenwohnung hatten wir seit ein paar Jahren ein kleines Stück Gartenland gepachtet, weil der weite Weg zur Mühle für meine Großeltern zu beschwerlich geworden war. Das angebaute Gemüse, die Kartoffeln, der Salat, die Küchenkräuter und Blumen in diesem kleinen Garten waren von einer zirka 40 cm dicken Schlammschicht bedeckt und damit praktisch vernichtet, nur ein paar verkrüppelte Johannisbeersträucher ragten noch heraus. Das war für uns eine Katastrophe, denn wir waren auf die Gartenerzeugnisse angewiesen. Weder ein Bach noch ein Fluss waren in der Nähe. Das Erdreich war einfach von einer höher gelegenen Weide und einem Feld durch die Wassermassen ins Tal gespült worden.
Auch in der Stadt war viel passiert. Die Prozessionsteppiche waren völlig zerstört und die Mauer des Schulhofs der Volksschule war teilweise eingestürzt und das Wasser hatte einige der schweren Bruchsteine dieser Mauer einige 100 m weit weggeschwemmt.
Dieses besonders schwere Unwetter, das sich mir eingeprägt hat, ereignete sich am 30. Mai 1956. Es gab einen Schlager, der lautete: „Am 30. Mai ist der Weltuntergang“; der durfte danach nicht mehr gesungen werden.
03.06.2022 p

31.6 Was ganz Besonderes für mich
Ein Himbeerbonbon aus dem großen Glas mit den vielen Bonbons bei einem Einkauf im Kolonialwarenladen war für mich jedes Mal etwas Besonderes. Auch die Scheibe Wurst vom Metzger war schon heimlich eingeplant und daher sehr geschätzt. Aber das war die Spitze: Mit fünf Jahren die erste Kugel Eis im Waffelhörnchen, die ich mir für 10 Pfennig - von meinem Geld - kaufen konnte. Ich war glücklich. Kinder aus der Nachbarschaft wollten auch mal lecken. Ich ließ sie auch lecken. Das Hörnchen mit dem Eis wanderte von einem zum anderen und plötzlich - oh Schreck - lag alles in der Gosse, im Dreck. Wir alle standen traurig da und mir kamen die Tränen. Schnell lief ich nach Hause und wurde getröstet.

Der Zeneleutball war ein Geschenk vom Christkind. Er war dunkelrot und in der Mitte hatte er eine Naht, da er aus zwei Halbkugeln zusammengesetzt war. Es war toll wie hoch er sprang, aber leider war er sehr laut und daher durfte ich nie mit ihm in der Wohnung spielen.

Schützenfest zu Johannes und ich bekam die erste Tüte voller süßer, dunkelroter Kirschen. Lecker!

Johannisbeerkuchen zu meinem Geburtstag im Juli und ganz viele rote, weiße und schwarze Johannisbeeren noch so zum essen dazu. Alles aus unserem Garten.

Die Michaeliskirmes war für mich auch etwas Besonderes. Ich bekam 50 Pfennig von Oma, denn Opa hatte kein Geld. Er öffnete sein Portemonnaie und da war nichts drin. Er hatte nie Geld für sich. Alles Geld gab er der Oma. Auf die Kirmes ging ich nur um zu gucken. Die 50 Pfennig brachte ich wieder nach Hause zurück.
Das war alles bevor ich in die Schule kam und wir noch in der Stadt wohnten, also Ende der 1940er Jahre.

Und nun ein zeitlicher Sprung ins Jahr 1955. Oma und ich hatten in der Stadt eingekauft und waren auf dem Weg nach Hause in die neue Wohnung. Oben auf dem Kalvarienberg angekommen, hielt Oma inne, griff in ihre Tasche und zog eine lange, gelbe Frucht heraus: „Schau mal, was ich hier habe, eine Banane!“ Sie öffnete die Schale der Frucht und schälte sie ein Stück ab: „Möchtest du von der Banane probieren?“ Ein Bissen genügte. Es war etwas Besonderes, aber die Äpfel, die Opa vom Markt nach Hause brachte, schmeckten mir besser. Oma konnte die Banane alleine essen, sie konnte sie auch besser als die Äpfel beißen.
14.06.2022 p

31.7 Mein Medienkonsum
Mein Medienkonsum war nicht berauschend. Als der Volksempfänger seinen Geist völlig aufgegeben hatte und Reparaturversuche erfolglos blieben, hatten wir kein Radio mehr. Mein Großvater besonders vermisste ihn sehr. Ein neues Radio konnten wir uns nicht leisten und daher waren wir viele Jahre ohne eines. Kindersendungen im Rundfunk konnte ich äußerst selten Sonntagsnachmittags in der Nachbarschaft mithören.
Ich hatte den Rundfunk nie so vermisst, denn wir hatten viele Zeitschriften, für Imker, Hundebesitzer, Katholiken und alte Hefte „Die Gartenlaube“, daraus wurde manchmal vorgelesen. Oma las besonders gut. Es klang so, als würde sie die Geschichte, die sie las, erzählen. Die Tageszeitung „Westfalenpost“ war mir auch vertraut. Mutter hatte sie einige Zeit täglich in der Stadt ausgetragen, nur sonntags nicht.

Dann gab es das Fernsehen, aber nicht bei uns zu Hause. Nur reiche Bürger hatten einen Fernseher. In der Stadt war ein Elektrogeschäft und da liefen Fernsehgeräte im Schaufenster. Manchmal guckte ich auch ein bisschen, aber nicht lange. Je nach Sendung standen mir zu viele Leute vor dem Schaufenster und ich verlor die Lust daran. Meine Freundin Hildegard hatte auch keinen Fernseher. Abends schauten wir ab und an bei einigen Leuten vom Trottoir aus in deren Wohnzimmer, wenn das Fernsehgerät lief. Die Reaktionen der Leute waren sehr unterschiedlich. Manche zogen sofort ihre Fenstervorhänge zu oder ließen krachend die Rollläden herunter sausen. Andere - und das waren nette Menschen - ließen uns von draußen her zugucken und hatten ihre Geräte so aufgestellt, dass wir gut sehen konnten.
Das war in der 2. Hälfte der 50-er Jahre. In den 60er Jahren konnte ich dann in der Schule und im Studentenwohnheim fernsehen. Es waren Schwarz-Weiß-Geräte. Das Farbfernsehen war noch nicht so verbreitet.
15.06.2022 p

31.8 Verpflichtungen
Nicht nur in der Wohnung, sondern auch außerhalb des Hauses hatte ich Verpflichtungen. Schon als kleines Mädchen half ich beim Putzen, Staub zu wischen. Im Garten wurde mir gezeigt, welche Pflanzen ich rausziehen sollte und welche stehenbleiben mussten. Es gelang mir nicht immer, alles richtig zu machen und manchmal hatte ich einfach auch keine Lust dazu und machte irgendetwas.
Kleine leichte Dinge hatte ich vom Bäcker und Metzger abzuholen, beispielsweise eine Blechkanne mit Blut gefüllt für Pannas, einem westfälischen „Armeleuteessen“ und das gab´s häufiger bei uns zu Mittag.
Blut zu holen fand ich jedes Mal furchtbar. Es war wie ein Zwang, wie eine höhere Gewalt: ich musste in die Kanne hineinschauen, obschon ich mich vor dem Blutgeruch ekelte. Ich zwang mich, die Kanne ja nicht fallen zu lassen.

Was ist mit Mutter? Sie hat etwas. Ich muss schon wieder zur Apotheke und Tabletten holen. Sie will nicht selber gehen, sie sagt zu mir: „Du gehst!“ Mein Gezeter hilft nichts; ich muss gehen. Warum sie die Tabletten braucht, kann mir keiner erklären. Die Apotheker fragen mich zuweilen auch etwas, aber ich weiß keine Antwort, ich soll die kaufen. Manchmal gucken die hinter der Theke mich komisch an oder meine ich das nur? Das nächste Mal gehe ich in die andere Apotheke.
Und so ging das so lange, wie Mutter bei uns war. Viel später erfuhr ich, dass sie Probleme mit den Händen hatte und ihr keiner helfen konnte. Sie nahm Spalttabletten, um die Schmerzen einigermaßen ertragen und ihre Hände gebrauchen zu können.

Einen Abend im Winter - es lag Schnee - kam Mutter ziemlich spät und war vom Bahnhof aus zu Fuß mit nur einem Halbschuh nach Hause gekommen. Den anderen Schuh hatte sie beim Aussteigen aus dem Zug verloren. Der Fuß war nur mit einem Strumpf bekleidet. Als sie die Strümpfe auszog, war klar, der Fuß war erfroren. Aufregung! Oma bereitete ein kühles Salz-Fußbad zu und ganz langsam erhöhte sie die Wassertemperatur ein wenig, so dass das Bad lauwarm wurde. Mutter ging es schlecht. Am nächsten Tag war sie weg, keiner wusste, wo sie war. Wir hatten absolut keine Ahnung, wo sie sein könnte und machten uns große Sorgen, auch ich, denn ich wollte nicht, dass es ihr schlecht ging, auch wenn ich sie sonst nicht mochte und auch nicht verstand. Sie war weg und blieb weg.
Nach über zwei Monaten kam sie wieder, humpelnd. Sie war, als es ihr anfangs sehr schlecht ging, in ein belgisches Krankenhaus, das einige Ort weiter war, gegangen und die hatten sie dort sehr gut behandelt und „wieder aufgepäppelt“. Sie hatte eine Blutvergiftung gehabt. Die Fußsohle war schwarz und schälte sich nach und nach ab. Mit meinem Rodelschlitten musste ich sie regelmäßig zum Arzt zur Nachbehandlung bringen. Es lag immer noch Schnee, der allmählich pappig wurde, aber ich schaffte es. Am steilen Hang schob sie mit dem gesunden Fuß an, so schaffte ich es, sie nach Haus zu bringen.
Sie war zu den Belgiern gegangen, weil sie deutschen Krankenhausärzten nicht traute, denn sie hatte allgemein zu viel Böses über Nazi-Ärzte gehört.
20.06.2022 p

 

32. Personenbeschreibungen

32.1 Tante Mariechen
In den letzten Kriegsmonaten, als die große Fluchtwelle aus Ostpreußen stattfand, kam auch Tante Mariechen - eine sehr gute Freundin meiner Großmutter - zu uns. Wer von den Beiden die Ältere war, ist mir nicht bekannt.
Tante Mariechen auch „Tantchen“ genannt, hieß mit richtigem Namen Maria S.. Sie war von Beruf Pfarrhaushälterin in Heydekrug gewesen und ledig. Da sie niemanden mehr hatte, blieb sie bei uns. Im mittleren Raum unserer Notwohnung, hinter einem Regal, das mit Eingemachtem gefüllt war, wurde ihr eine Schlafecke eingerichtet, bestehend aus einem Metallbett und einem Kleiderregal, alles durch Vorhänge vom übrigen Raum abgetrennt.
Oma und Tante Mariechen arbeiteten vornehmlich im Haus und Garten, denn mein Opa war sehr viel unterwegs.
So lebten und arbeiteten die Drei über Jahre intensiv und harmonisch zusammen, bis es hieß, dass wir wegen Umbau des Hauses aus der Wohnung ausziehen müssten.
Mein Großvater machte sich auf Wohnungssuche. Das war nicht einfach, denn es herrschte noch immer Wohnungsnot.

Die Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt kamen für uns nicht in Frage, denn die Mieten waren für uns unbezahlbar. Das Wohnungsamt berechnete nach der Anzahl der im Haushalt gemeldeten Personen die Größe der zu vergebenden Sozialwohnung.
Tante Mariechen war sehr fromm und ging täglich in die Frühmesse. Sie wollte daher nur in eine Wohnung unweit der Kirche ziehen. Es war aber im Stadtzentrum keine Wohnung der gewünschten Größe und zu einem erschwinglichen Mietpreis zu finden. Als es hieß, wir müssten aus der Stadtmitte hinaus an den Stadtrand ziehen, meldete Tante Mariechen sich in einem Altersheim auf der Wewelsburg an.

Da - wie oben erklärt - die Größe der Wohnung von der Personenzahl abhing, bat mein Großvater sie inständig, doch so lange zu bleiben, bis wir die neue Wohnung bezogen hätten, denn es wurden zu der Zeit neue Mietshäuser gebaut und wir hatten schon eine größere Wohnung in Aussicht.
Tante Mariechen aber beharrte auf ihrem Standpunkt und ließ sich durch die Argumente und das Bitten meiner Großeltern nicht erweichen. Sie zog also in das Altersheim auf die Wewelsburg.

Inzwischen hatten auch wir außerhalb der Stadt in einem zwar neuen, aber schlecht gebauten Haus, eine sehr kleine Mansardenwohnung bezogen, in einer Siedlung der „Roten Erde“.
Dies ereignete sich in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre, als ich etwa neun Jahre alt war.

Meine Großmutter korrespondierte mit Tante Mariechen regelmäßig. Nach und nach wurde deutlich, dass es ihr in dem Altersheim absolut nicht zusagte, denn sie musste ihr Zimmer mit einer Mitbewohnerin teilen, die nach Tante Mariechens Schilderungen sehr „unordentlich, unsauber und durcheinander“ war.
Bei bestem Willen wäre es uns nicht mehr möglich gewesen, Tante Mariechen wieder dauerhaft bei uns aufzunehmen. Durch die vielen schrägen Wände der kleinen Mansardenzimmerchen war kaum Stellfläche für unsere Möbel vorhanden. Eine größere Wohnung war immer noch nicht zu kriegen, denn die Vergabebedingungen hatten sich nicht geändert und wir waren nun mal ohne Tante Mariechen eine Person weniger.

Vermutlich hatte Tante Mariechen ihre starrköpfige Entscheidung sehr bereut und bedauert. Etwa drei Jahre nach ihrem Umzug auf die Wewelsburg starb sie - vor Harm - wie alle übereinstimmend meinten.

32.2 „Agricola arat“
Walter - ein entfernter Verwandter von mir - erzählte mir etwa 12 Jahre später auf einer ausgedehnten Wanderung von seiner Flucht: Seine Mutter war 1945 alleine mit ihm vor den heranrückenden Russen geflohen. Er war damals fast 17 Jahre alt. Sein Mutter verkleidete ihn gekonnt als Mädchen, denn sie hatte nicht so große Angst vor den Russen wie vor den Deutschen, denn die verlangten, dass die ostpreußische Bevölkerung bleiben sollte, um das Land „bis zum bitteren Ende“ zu verteidigen. Seine Mutter befürchtete, dass Deutsche ihn ihr deshalb entreißen könnten, um ihn als Soldat zu verpflichten.
Auf ihrem Fluchtweg begegneten sie auch einigen Russen, die sie kontrollierten, die Maskerade erkannten und sie augenzwinkernd passieren ließen, da seine Mutter und er außer der Kleidung, die sie am Leib trugen, nichts besaßen.

Als Walter und ich auf unserem Weg von Weitem einen pflügenden Bauern mit einem Pferdegespann auf einem Feld sahen, bemerkte Walter: „Agricola arat! - Sieh, alles hat sein Gutes, wäre ich noch in Ostpreußen, arbeitete ich dort heute sicher auch als Bauer, so wie der da. Nun aber diene ich als Mathematiker der BRD.“

Walter hatte - nach seiner Flucht - in den Westen Deutschlands auch noch perfekt Russisch gelernt, weil er die Russen und ihre Kultur schätzte und für ihn als Mathematiker war es recht nützlich, das russische Alphabet zu kennen, so sein Kommentar.
20.04.2022 p

 

 

zum Inhaltsverzeichnis

zurück

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 002652715 -