TTIP - der Anfang vom Ende unserer Demokratie

Allgemein

TTIP ist kein normales Handelsabkommen - wie sein Name uns suggerieren mag - sondern mit diesem Abkommen wird - wenn es so kommen sollte - die Gesetzgebungskompetenz der Mitgliedstaaten in unzulässiger Weise zu Gunsten der Wirtschaft eingeschränkt /Link/. Nicht mehr unsere Abgeordneten haben das Sagen, sondern große Wirtschaftskonzerne. Falls z. B. der Bundestag versuchen würde, das Arbeiterrecht und/oder den Verbraucherschutz zu stärken und/oder unsere Umwelt zu schützen, könnte dies hohe Ersatzzahlungen nach sich ziehen, weil sich Konzerne in ihrem Gewinnstreben behindert fühlen könnten.

Über gemeinsame Normen und Standards und den Abbau von Zollschranken sollte man sich u. E. einigen können, evtl. auch über Schiedsgerichte. Allerdings liegen die Vorstellungen bei den Normen noch so weit auseinander, dass das Angleichen der amerikanischen und der europäischen Normen u. E. bei gutem Willen vielleicht in 5 bis 10 Jahren erreicht werden könnte, aber in keinem Fall „holterdiepolter“ bis Ende 2016. Aus unserer Sicht sind die europäischen Normen nicht generell besser als die amerikanischen. Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Z. B.: In Europa soll von vorne herein verhindert werden, dass eine möglicherweise schädliche Substanz in Lebensmittel gerät. In Amerika wird erst dann staatlicherseits geprüft, wenn eine schädliche Substanz Schaden angerichtet hat. Dann allerdings gibt es hohe Strafzahlungen, während umgekehrt in Europa in solch einem Fall nicht allzu viel geschieht. Es ist auch bezeichnend, dass der VW-Skandal in den USA stärker verfolgt wird als in Europa. Ähnliches gilt für die Lebensmittelskandale. Wie will man solche unterschiedlichen Auffassungen auf die Schnelle zusammenführen?

Denkbar wäre, dass man sich über die Besetzung der Schiedsgerichte evtl. einigen könnte, aber völlig unklar ist, nach welchem Recht diese Schiedsgerichte urteilen sollen. Nach dem US-amerikanischen Rechtsverständnis mit seinen exorbitant großen Schadensersatzsummen oder nach deutschem Recht mit oft lächerlich geringen Schadensersatzsummen als anderes Extrem.

Keine Möglichkeit der Einigung sehen wir beim völlig überzogenen Investitionsschutz. Jede Behinderung eines Unternehmens in seinen wirtschaftlichen Belangen kann Schadensersatzzahlungen in US-amerikanischen Ausmaßen nach sich ziehen, die sich selbst Staaten wie Deutschland kaum leisten können. Die Folge wird sein, dass in der EU die Bevölkerung kaum mehr vor schädlichen Produkten der Firmen und der Schädigung der Umwelt sowie der Gesundheit geschützt werden kann. Selbst eine durch Streik durchgesetzte Lohnerhöhung könnte den Gewinn eines Konzerns schmälern und deshalb zu Schadensersatzzahlungen führen.

Kurz: Mit TTIP wird der Bundestag teilweise in seiner Gesetzgebungskompetenz eingeschränkt, ohne dass dafür ein anderes auch von uns demokratisch gewähltes Parlament (Europaparlament) die Gesetzgebung übernimmt. Folglich geben wir mit TTIP einen wesentlichen Teil unserer Grundwerte, nämlich die Demokratie, auf. Ein Grundrecht, um das unsere Vorfahren lange gekämpft haben. Und deshalb lehnen wir TTIP ab!

Offenbar ist dem amerikanischen Verhandlungspartner klar, dass der Vertrag in der breiten Bevölkerung auf Ablehnung stoßen wird, deshalb wird hinter verschlossenen Türen verhandelt. Die Bedingungen, unter die ein Abgeordneter Einblick in den Vertragsentwurf nehmen kann, sind völlig unzumutbar. Konsequenterweise sollte das Parlament den Vertrag so lange auf Eis legen, bis diese Geheimniskrämerei beendet wird. Allerdings ist zu befürchten, dass Wege gefunden werden, das Parlament auszutricksen. Die üblichen Tricks dazu:

  • Der fertige, umfangreiche Vertrag wird dem Parlament erst wenige Tage vor der Abstimmung vorgelegt,
  • die europäische Kommission (und nicht das Europaparament) wird dafür als zuständig erklärt,
  • der Vertrag wird vorläufig in Kraft gesetzt und/oder
  • die Abgeordneten werden unter Druck gesetzt, zuzustimmen, weil sie sonst - vermeintlich - viele Arbeitsplätze gefährden würden.

Offenbar wollen sich Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel mit TTIP „ ein Denkmal setzen “. Außerdem will sich Frau Dr. Merkel offenbar wieder einmal den USA gegenüber unterwürfig zeigen. Wir erinnern uns deutlich daran, wie sie 2003 zu Busch reiste, um ihm ihre „Kriegsbereitschaft“ zu bekunden. Gottseidank war damals Gerhard Schröder und nicht Frau Dr. Merkel Bundeskanzler und Gerhard Schröder hatte Deutschland vor dem Desaster - Irakkrieg - bewahrt /Link/.

Wir hoffen nicht, dass Sigmar Gabriel - nur um Frau Merkel (und den Wirtschafts-Lobbyisten) zugefallen - TTIP zustimmt, sondern das Grundgesetz und die Werte unserer sozialdemokratischen Partei achtet und deshalb TTIP (und auch CETA) eine Absage erteilt. Wie kann man nur alle ernst zu nehmenden Warnungen aus der Bevölkerung und aus den Reihen der SPD /Link1/, /Link2/ ignorieren? Die Ablehnung dieses TTIPs sollte Deutschland und die EU nicht darin hindern, Schritt für Schritt Handelshemmnisse gegenüber den USA (und Kanada) sowie weiteren Staaten z. B. in Afrika abzubauen.
12.05.2016 r

 

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MalenterInnen sind bestürzt,

ein gutintegrierter Iraker (19 J.) wurde aus Bad Malente am 18. Mai 2026 von München aus „abgeschoben“.
Er hinterlässt eine große Lücke in der Seniorenresidenz, wo er bis dato tätig war. Bewohner sowie die Leitung des Hauses fassen es kaum /Link/ und hier.

Die Zuwanderungsbehörde behauptet ohne Begründung: Die Integration sei nicht gelungen.
Die, die ihn kannten, widersprechen dieser Darstellung. Quelle: OHA, 29. Mai 2026, Seite 15

/Link, PDF/

 

Interview der Woche

im Deutschlandfunk (Dlf) mit
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch
/Link/

 

Anne Brorhilker,

ehemalige Oberstaatsanwältin, schätzt, dass Deutschland wegen Steuerhinterziehung rund 100 Milliarden Euro pro Jahr entgehen. Der Finanzdienstleistungssektor scheint einen so gewaltigen Einfluss zu haben, dass die staatliche Aufsicht u. E. Aufklärung von Steuerhinterziehung großer Summen behindert.

Deutschlandfunk: „Interview der Woche“ Sonntag, 22.03.26 ab 11:05 Uhr /Link/

 

Umsetzen der Istanbul-Konvention - Jetzt!

In der Istanbul-Konvention verpflichten sich Staaten, geschlechtsspezifische Gewalt. die sich gegen Mädchen und Frauen richtet, zu bekämpfen und zu ahnden. Wie viel Gewalt und wie viele Femizide an Mädchen und Frauen müssen noch in Deutschland geschehen, bis auch unsere Regierung die Istanbul-Konvention endlich umsetzt?

 

Das war kein Aprilscherz,

als am 1. April 2025 fünf bewaffnete Polizisten das Haus der Familie des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Menden (Sauerland, NRW) durchsuchten.
Der rechtswidrige [Durchsuchungs-]Beschluss kam vom Amtsgericht Arnsberg.“ „Die Direktorin ist die Ehefrau des Bundeskanzlers, Charlotte Merz.“ (CDU) /Link/.
Ausschüsse dazu im Landtag NRW /Link/

Eine weitere rechtswidrige Hausdurchsuchung? /Link/ Ja, es war so! /Link/

/Link/

 

75 Jahre Grundgesetz

„Am 23. Mai 1949 [fand] in der Aula der Pädagogischen Akademie [in Bonn] in feierlichem Rahmen die Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes statt.“ /Link/

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier /Link/

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnt

in einem Interview mit der SZ an, dass wenn „die Glaubwürdigkeit einer Regierung sinkt, hängt das auch damit zusammen, dass Entscheidungen nicht ausreichend kommuniziert oder akzeptiert worden sind oder von internem Streit, der nach außen dringt, überlagert werden.“
Zum Interview: /Link/, s. auch /Link/.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Vor 175 Jahren trat die Deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. zusammen. Es war am 18.Mai 1848 in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Zur Rede des Bundespräsidenten: /Link/

 

Missstände bei der Polizei und Justiz

Justizwillkür wie z. B. der „Badewannenunfall“, das Ignorieren des BVerfG von Richtern des OLGs Naumburg, der Fall Mollath,
sowie Fehlverhalten von Polizeibeamten.

 

Endlich existiert ein Whistleblowergesetz, es scheint uns aber nicht optimal zu sein.

 

Waffen - werden keinen Frieden schaffen!

Keine Waffen und keinen Technologietransfer in die Türkei! /Link/!
Keine Panzer an Saudi-Arabien /Link/!
Keine Lieferungen von Kriegsgerät in Krisengebiete /Link/!

 

Auch wir, SPD Eulen, haben bereits seit 2010 mehrfach kritisiert:
Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist illegal.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 05.05.2020 /Link/

Europaflagge

 

Stau-Stau-Stau-Stau-Stau

Von Nord nach Süd
von Ost nach West
und umgekehrt.
Ganz Deutschland
steht im Stau!

/Link/

Dadurch werden
Kräfte gebunden,
Zeit vergeudet,
die Gesundheit gefährdet.

 

Gesundheits- und umweltschädlich

Abgase, Rauch und Gülle

 

Steuersenkung?

Nein!

Steuerreform unseres sehr komplizierten Steuersystems?
Ja!!

 

Zu früheren Blöcken

hier

 

Mit der SPD auf Tour

„Gemeinsam Mee(h)r erleben“

Jahresprogramm
für 2025 / 26

 

Motto für 2026

Hoffnung verbreiten, Solidarität leben

zu den früheren Mottos

 

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