8 Ursachen für die Diskriminierung älterer Arbeitnehmer­

8.1 Abbau von Arbeitsplätzen, Frühverrentung, Vorruhestand und Teilarbeitszeit

Das Entstehen und Aufkommen von Altersdiskriminierung kann als Folgeerscheinung der aufgetretenen gesellschaftlichen Entwicklungen betrachtet werden. Bedingt durch die Erfordernisse der Rationalisierung im Arbeitsbereich im Zusammenhang mit der für erforderlich gehaltenen Verstärkung der Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen wurde aus Kostengründen die menschliche Arbeitskraft eingespart. Der Arbeitsplatzabbau erfolgte durch Maßnahmen des frühzeitigen Ausscheidens von Beschäftigten, die die normale Altersgrenze für eine Rentengewährung noch nicht erreicht hatten und somit in die Arbeitslosigkeit – zwar mit teilweise flankierenden finanziellen Zuwendungen seitens der Betriebe – übergeführt wurden. Hinzu kamen zur Zeit der früheren Regierung die Möglichkeiten der Frühverrentung, des Vorruhestandes und der Einführung von Teilarbeitszeit. So sehr diese Maßnahmen einerseits als betriebswirtschaftlich sinnvoll erachtet wurden, so sehr vollzog sich der Arbeitsplatzabbau als Diskriminierung für die beteiligten ArbeitnehmerInnen, die von dieser Entwicklung überrollt wurden, von denen die meisten durchaus ihre Arbeitsleistung mit dem damit verbundenen Gewinn von Arbeitsentgelt gerne noch weiter erbracht hätten. Dass nun viele der Betroffenen von diesen Regelungen begeistert waren, lässt sich jedenfalls nicht feststellen, wobei es naturgemäß auch Beschäftigte gab, die deren Realisierung begrüßten. Die Art und Weise, wie bewusst und gezielt unter psychischem Druck die Zustimmung der Betroffenen seitens der Leitung der Personalabteilungen eingeholt wurde, lässt erahnen, wie belastend und erschwerend das Selbstwertgefühl der Älteren gelitten und das Misstrauen sich besonders gegenüber jüngeren Vorgesetzten breit gemacht haben.

8.2 Ökonomische Belastung

Die Vorbehalte der jüngeren ArbeitnehmerInnen gegenüber Älteren bestehen häufig in dem Pessimismus auf ihre eigene Zukunft. Aufgrund des demographischen Wandels im Zusammenhang mit dem Generationenvertrag müssen immer weniger Jüngere für immer mehr Ältere aufkommen, wodurch die ökonomische Belastung der Jüngeren steigt, so dass eine Bedrohung und Last für die Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft wahrgenommen wird. Es ist die Rede von der Rentnerlast, Rentnerdemokratie, sogar von dem Krieg der Generationen. Hinter diesem Krieg verbirgt sich der Konflikt von Alter und Ökonomie. Jung und Alt kämpfen um ihren Anteil am Wohlstand. Dabei werden den alternden Menschen Schuldgefühle gemacht. Die in dieser Legislaturperiode beschlossene „Rente mit 67“ soll dem entgegenwirken. Ob sich diese Erwartungen erfüllen lassen, muss unter den gegebenen Umständen bezweifelt werden, da berechtigte Befürchtungen bestehen, dass ausreichende Arbeitsplätze für die Älteren überhaupt vorhanden sind und diese dann – statt länger im Erwerbsleben zu verbleiben – vielmehr in die Arbeitslosigkeit abgedrängt werden und starke Einbußen bei der Höhe der Altersrente hinnehmen müssen. Auch ist die Alltagsrealität vieler ArbeitnehmerInnen gekennzeichnet durch die gestiegenen Leistungsanforderungen im Hinblick auf die erhöhte Arbeitsintensität, denen viele Ältere nicht mehr in vollem Umfang gewachsen sind.

8.3 Senioritätsprivilegien

Des Weiteren besteht bei den jüngeren ArbeitnehmerInnen Kritik aufgrund des in vielen Bereichen der Wirtschaft bestehenden Senioritätsprinzips. Das heißt, viele ältere Beschäftigte kommen nach noch bestehenden tarifrechtlichen Regeln mit zunehmendem Alter in den Genuss einer höheren Entlohnung. Hier muss jedoch bei langfristigen Beschäftigungen berücksichtigt werden, dass die Entlohnung in jüngeren Jahren geringer ist, der Beschäftigte aber eine höhere Leistungsfähigkeit besitzt. Das kann als Ausgleich betrachtet werden mit erhöhter Bezahlung zum Zeitpunkt geringerer Produktivität im Alter. Ältere Beschäftigte erhalten mehr Urlaubstage und müssen weniger Schichtarbeit leisten. Zudem haben sie Anspruch auf längere Kündigungsfristen. Seitens der Wirtschaft bestehen Bestrebungen, diese Senioritätsprivilegien abzuschaffen. Eine solche Maßnahme könnte darin bestehen, die Lohnsteigerungen nicht mehr an das Alter, sondern an die Dauer der Betriebsangehörigkeit zu koppeln. Kritik besteht ebenfalls an der zur Zeit noch geltenden relativ guten Rentenversorgung der Älteren, die von der jüngeren Beschäftigtenzahl aufgebracht werden muss, in dem Bewusstsein, dass die eigenen Rentenleistungen in der Zukunft infolge des Demographiewandels weitaus niedriger sein werden. So werden Verteilungskämpfe bei den Jüngeren nicht auszuschließen sein, wenn die Verbitterung über die ungerechte Verteilung der Lasten zunimmt.

8.4 Auswirkungen bei der Altersversorgung, Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung

Bei der Altersversorgung wird die entscheidende Frage sein, wer zukünftig die Renten zahlt und wie sicher die Renten noch sein werden. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Weiterentwicklung des Altenquotienten. Wenn wie bereits dargestellt der Altenquotient im Jahr 2050 nach Vorausberechnungen auf 60 bzw. 64 steigen sollte, kommen auf 100 Personen im Alter von 20 bis 65 bzw. 67 Jahren 60 bis 64 Personen im Alter von 60 und mehr Jahren. Während die meisten jetzigen Rentenbezieher finanziell abgesichert sind, müssen jüngere ArbeitnehmerInnen ihren Verdienst genau einteilen, um über die Runden zu kommen. Bei steigender Anzahl der Älteren in den nächsten Jahrzehnten verschlechtern sich die Erwerbschancen der Jüngeren. Durch die hohe Abgabenlast wie Steuern und Beiträge zur Rentenversicherung und ab 2009 der höhere Beitrag zum Gesundheitsfonds in Höhe von 15,9 %, von denen ArbeitsnehmerInnen einen Anteil von 0,9 % zu tragen haben, bleibt immer weniger Netto auf dem Gehaltszettel. Da wundert es nicht, wie jüngere Erwerbstätige sich um ihre zukünftige Altersversorgung Gedanken machen, auch wenn durch die staatlich geförderte Privatversorgung der Rürup- und Riesterrente vorgesorgt werden kann, deren Beiträge jedoch nicht von allen Erwerbstätigen aufgebracht werden können. Im Rahmen des Generationenvertrages fordern junge ArbeitnehmerInnen und Teile der Gesellschaft, dass die nachrückende Generation mindestens die gleichen Chancen in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht erhalten. Mit steigendem Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft steigt die Belastung der jüngeren Generation. In dem ab dem 01.01.2009 eingeführten Gesundheitsfonds werden die Beiträge infolge des medizinisch-technischen Fortschritts und infolge der höheren Lebenserwartung steigen, ebenso in der Gesetzlichen Renten- und Pflegeversicherung. Verschärft wird diese Situation besonders im Hinblick auf die niedrigere Geburtenrate. Selbst wenn die Geburtenrate erhöht werden könnte, würde dies nicht zu einer Verminderung des Generationenkonflikts führen, denn diese Kinder werden frühestens erst in 20 Jahren erwerbstätig und damit Rentenzahler. Angesichts der dargestellten Aussichten ist es durchaus verständlich, wenn sich Vorbehalte gegenüber älteren ArbeitnehmerInnen verstärken und Diskriminierungen – ob bewusst oder unbewusst – nicht von der Hand zu weisen sind. Zu berücksichtigen ist dabei aber auch das mögliche größere politische Machtpotenzial älterer Menschen. Infolge des demografischen Wandels repräsentieren Ältere einen steigenden Anteil der Wahlberechtigten und verfügen über entsprechende Voraussetzungen für politische Beeinflussung und Engagement.

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Informationsfreiheit
muss bestehen bleiben

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Rede zum Tag der Deutschen Einheit

Am „9. Oktober 1989 in Leipzig, nach den Friedensgebeten […] wagten sich 70.000 Menschen trotz Einschüchterung durch das SED-Regime und wider alle Gefahr auf die Straße.“ Da „geschah es, dass die Macht des Unrechts gebrochen wurde.“ /Link/

 

Interview der Woche

im Deutschlandfunk (Dlf) mit
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch
/Link/

 

Anne Brorhilker,

ehemalige Oberstaatsanwältin, schätzt, dass Deutschland wegen Steuerhinterziehung rund 100 Milliarden Euro pro Jahr entgehen. Der Finanzdienstleistungssektor scheint einen so gewaltigen Einfluss zu haben, dass die staatliche Aufsicht u. E. Aufklärung von Steuerhinterziehung großer Summen behindert.

Deutschlandfunk: „Interview der Woche“ Sonntag, 22.03.26 ab 11:05 Uhr /Link/

Der Verein Finanzwende setzt sich „für faire, stabile und nachhaltige Finanzmärkte ein.“ /Link/.

 

Umsetzen der Istanbul-Konvention - Jetzt!

In der Istanbul-Konvention verpflichten sich Staaten, geschlechtsspezifische Gewalt. die sich gegen Mädchen und Frauen richtet, zu bekämpfen und zu ahnden. Wie viel Gewalt und wie viele Femizide an Mädchen und Frauen müssen noch in Deutschland geschehen, bis auch unsere Regierung die Istanbul-Konvention endlich umsetzt?

 

Das war kein Aprilscherz,

als am 1. April 2025 fünf bewaffnete Polizisten das Haus der Familie des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Menden (Sauerland, NRW) durchsuchten.
„Der rechtswidrige [Durchsuchungs-]Beschluss kam vom Amtsgericht Arnsberg.“ „Die Direktorin ist die Ehefrau des Bundeskanzlers, Charlotte Merz.“ (CDU) /Link/.
Ausschüsse dazu im Landtag NRW /Link/

Eine weitere rechtswidrige Hausdurchsuchung? /Link/ Ja, es war so! /Link/

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75 Jahre Grundgesetz

„Am 23. Mai 1949 [fand] in der Aula der Pädagogischen Akademie [in Bonn] in feierlichem Rahmen die Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes statt.“ /Link/

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier /Link/

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnt

in einem Interview mit der SZ an, dass wenn „die Glaubwürdigkeit einer Regierung sinkt, hängt das auch damit zusammen, dass Entscheidungen nicht ausreichend kommuniziert oder akzeptiert worden sind oder von internem Streit, der nach außen dringt, überlagert werden.“
Zum Interview: /Link/, s. auch /Link/.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Vor 175 Jahren trat die Deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. zusammen. Es war am 18.Mai 1848 in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Zur Rede des Bundespräsidenten: /Link/

 

Missstände bei der Polizei und Justiz

Justizwillkür wie z. B. der „Badewannenunfall“, das Ignorieren des BVerfG von Richtern des OLGs Naumburg, der Fall Mollath,
sowie Fehlverhalten von Polizeibeamten.

 

Endlich existiert ein Whistleblowergesetz, es scheint uns aber nicht optimal zu sein.

 

Waffen - werden keinen Frieden schaffen!

Keine Waffen und keinen Technologietransfer in die Türkei! /Link/!
Keine Panzer an Saudi-Arabien /Link/!
Keine Lieferungen von Kriegsgerät in Krisengebiete /Link/!

 

Auch wir, SPD Eulen, haben bereits seit 2010 mehrfach kritisiert:
Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist illegal.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 05.05.2020 /Link/

Europaflagge

 

Stau-Stau-Stau-Stau-Stau

Von Nord nach Süd
von Ost nach West
und umgekehrt.
Ganz Deutschland
steht im Stau!

/Link/

Dadurch werden
Kräfte gebunden,
Zeit vergeudet,
die Gesundheit gefährdet.

 

Gesundheits- und umweltschädlich

Abgase, Rauch und Gülle

 

Steuersenkung?

Nein!

Steuerreform unseres sehr komplizierten Steuersystems?
Ja!!

 

Zu früheren Blöcken

hier

 

Mit der SPD auf Tour

„Gemeinsam Mee(h)r erleben“

Jahresprogramm
für 2025 / 26

 

Motto für 2026

Hoffnung verbreiten, Solidarität leben

zu den früheren Mottos

 

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