Leserbrief zum Qualm aus Kaminen

Leserbrief vom 28.10.2006

Hallo,

seit Monaten verfolgen wir, eine kleine Gruppe Interessierter, Ihre SPD-Seite. Wir beglückwünschen Sie ausdrücklich zu den sachlichen Beiträgen. Den Artikel „Die Grundwerte der Deutschen“ fanden wir schon gut. Die neue Abhandlung über die Energiepolitik, die wir ganz gelesen und miteinander besprochen haben, veranlasst mich zu dieser Stellungnahme.

Es graust uns schon vor den kalten Jahreszeiten, nicht weil wir den Herbst und Winter nicht mögen, sondern vor der Qualmerei aus den vielen Kaminen in unserer näheren und auch weiteren Umgebung, die an manchen Tagen kaum ein Durchatmen ermöglicht. Nicht dass man annehmen könnte, wir wohnten in einer tristen, grauen Industriestadt. Oh, nein, wir alle wohnen auf dem Lande in einer begehrten, reinen Wohnlage, man könnte es fast als idyllisch bezeichnen, wenn es an trüben Herbsttagen nicht aus vielen Schloten qualmen würde, denn fast jedes Haus hat einen Kamin oder Kaminofen. Seitdem die Öl-, Gas- und Strompreise in den letzten Jahren rasant gestiegen sind, wird umso mehr gequalmt! Industrie und Handwerksbetriebe haben Auflagen zu erfüllen, was die Emissionen anbelangt. Auch die Heizungsanlagen in den privaten Haushalten werden auf den Ausstoß von Schadstoffen überprüft.

Was jedoch ist mit den Kaminen?

Es wird alles verbrannt: Holz und nicht so gutes Holz und Holzabfälle, behandelt oder unbehandelt, ist egal, Brikett usw.. Hauptsache es kostet nichts oder nicht viel!
Als ein befreundetes Ehepaar, beide Chemiker, einmal „Die Grünen“ daraufhin ansprachen, ernteten sie Missbilligung und die lapidare Bemerkung: Wollen Sie sich gegen die Bauern und Waldbauern stellen? Das Argument der starken Verschmutzung durch CO2 und Feinstaub blieb ungehört. Laut einer Studie soll die Feinstaubbelastung der Luft an erster Stelle durch die Kamine in den Wohnhäusern erfolgen und nicht durch die Schlote der Industrieanlagen und den Autoverkehr. Das aber will man nicht hören!

Vielleicht kümmert sich die SPD mehr um die Gesundheit der Bürger.

Mit freundlichem Gruß
G. Zimmermann

(Nachtrag vom 08.11.2018: Dieser Leserbrief wurde am 04.06.2009 aus einer nicht mehr existierenden Seite übernommen und am 08.11.2018 hierher verschoben.)

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