In der Anlage ITER, Cadarache und in der Stellaratoranlage Wendelstein 7-X, Greifswald, müssen solche Bedingungen hergestellt werden, dass Wasserstoff zu Helium fusioniert. Bei der Fusion werden Wasserstoffatome zu Heliumatome zusammengebracht. Da das Zusammenbringen von vier leichten Wasserstoffatomen zu einem Heliumatom (vorerst?) in einer Fusionsanlage nicht möglich ist, werden stattdessen ein Atom schwerer Wasserstoff (Deuterium) und ein Atom überschwerer Wasserstoff (Tritium) oder zwei Atome überschwerer Wasserstoff (Tritium) zu einem Heliumatom zusammengefügt. Bei diesem Vorgang werden Neutronen frei, die auf die Wandung treffen und dort weiteres Tritium erzeugen. Bei dieser Vereinigung der Wasseratome wird sehr hohe Energie frei.
Damit diese Fusion, also die Vereinigung von Wasserstoffatomen in dem Plasma erfolgt, sind folgende Bedingungen zu erfüllen:
Das Plasma muss auf eine Temperatur von mindestens 100 Millionen Grad Celsius aufgeheizt werden und die Plasmadichte muss ungefähr 1014 Teilchen, also eine 1 mit 14 Nullen, pro Kubikzentimeter betragen. Das ist etwa 250 000-fach dünner als die Lufthülle unserer Erde. Die Energieeinschlusszeit muss mindestens ca. zwei Sekunden dauern. Dieses Maß für die Wärmeisolation gibt die Zeit an, die verstreicht, bis die über Heizungen in das Plasma gepumpte Wärmeenergie wieder nach außen verloren geht.
06.04.2026 r



