Warum will die SPD für Reiche die Steuern erhöhen?

Steuern & Finanzen

Peer Steinbrück: „ … Wir wollen ja nicht alle Steuern für alle erhöhen. Das ist die Geisterbahn, in die uns unsere politischen Kontrahenten hineinführen wollen, natürlich um allen Deutschen Angst zu machen. Aber wir haben in den letzten zehn/fünfzehn Jahren ja folgende Entwicklung. Wir hatten nämlich, dass es eine deutliche Schere zwischen Arm und Reich gibt. Die großen Gewinner sind die hohen Einkommen, die hohen Vermögensbesitzer. Und da sagen wir, die haben eine Verantwortung dafür, für vier Zwecke auch stärker zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beizutragen:

  • Für Bildung, als dem Schlüsselfaktor der Zukunft unseres Landes,
  • für Infrastruktur,
  • für die Kommunen, die teilweise finanziell marode sind,
  • und zum Schuldenabbau.

Das sind die vier Zwecke, weshalb wir sagen, dass die fünf oberen Prozent der Einkommensbezieher und derjenigen, die in der Vermögensentwicklung die Gewinner sind, stärker herangezogen werden.“
(Quelle: ARD Fernsehduell, 01.09.2013)

 
Unseres Erachtens wird Geld nicht nur für Bildung, Infrastruktur, Kommunen und zum Schuldenabbau benötigt, sondern auch die überstürzte Energiewende, die Verbesserung der staatlichen Kontrollfunktionen (Verbraucherschutz wie Lebensmittelkontrollen), Hochwasser-, Klima- und Umweltschutz, Kulturförderung (Kultur darf nicht nur von privaten Mäzenen abhängig sein), eine effektive Steuerfahndung, Polizei und die zum Teil sehr schlechte Ausstattung der unteren Gerichte und Staatsanwaltschaften wird noch viel Geld beanspruchen. Es ist nicht abzusehen, wie viel Geld Deutschland für die Rettung diverser Euro-Staaten wie Griechenland aufzubringen hat. Auch für Flüchtlinge und Asylanten muss mehr geleistet werden.
Insbesondere halten wir es für dringend geboten, in Afghanistan und anderen Ländern zumindest diejenigen Menschen weiterhin zu schützen, die direkt für die deutschen Einsatzkräfte vertrauensvoll gearbeitet haben. U. u. müssen diese Leute bei uns aufgenommen werden.

Die Regierung Merkel hat bisher fast alles schleifen lassen. Sie war trotz Rekordsteuereinnahmen und den sehr niedrigen Zinsen für Staatsanleihen nicht einmal in der Lage, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, sondern die Staatsverschuldung stieg und steigt weiter an. Die CDU/CSU handelt u. E. unverantwortlich, auf immerwährende niedrige Zinsen und eine stetig wachsende Konjunktur zu setzen oder gar den Verfall des Euros in Kauf zu nehmen.

Für eine solide Finanzpolitik müssen also Ausgaben gestrichen oder neue Einnahmen geschaffen werden:

Einnahmenseite

  • Erhöhung von Steuern
    • Erhöhung der Einkommensteuer in der oberen Lohngruppe (Vorschlag der SPD)
    • Erhöhung der Mehrwertsteuer (unsozial, trifft alle)
    • Transaktionssteuer (wurde von Schwarz-Gelb wieder verworfen)
    • Bankenabgaben (zu viele Lobbyisten mischen mit)
    • Besteuerung von Kapitaleinkünften (hält Peer Steinbrück für gerechtfertigt)
  • Steueramnestie (Selbstanzeige) verschärfen
  • Eintreiben von Steuern, Unterbinden von Steuerbetrug (braucht Zeit, gerade die reichen Bundesländer haben die Steuerfahnder reduziert. Neue Fahnder auszubilden, braucht Zeit.) /Link1/, /Link2/
  • Einführen von neuen Gebühren, wie eine Maut; wenn dann, nur für alle
  • Erhöhung von Sozialabgaben (unsozial)

Ausgabenseite:

  • Neuer Rettungsfonds für Banken, den die Banken selbst zu tragen haben (verlangt Peer Steinbrück), spart Steuergelder für die Sanierung von Banken
  • Streichen von Subventionen (ist unbeliebt und daher kaum durchzusetzen, zumindest nicht kurzfristig)
  • Reduzierung oder Verzicht auf staatliche Aufgaben wie Hochwasserschutz, Klima- und Umweltschutz (das wollen wir nicht)
  • Streichen des Kinderbetreuungsgeldes (will die SPD streichen, hat Seehofer aber in Berlin mit seiner CSU durchgesetzt)
  • Keine weitere Erhöhung des Kindergeldes mehr (das eingesparte Geld will die SPD in Kitas u. ganztagsbetreuten Grundschulen stecken)
  • Reduzierung von Sozialleistungen (ist unsozial),
  • Der Bildungsauftrag wird vernachlässigt durch Einsparen z. B. der Fachkräfte (bei konservativen Politiker sehr beliebt: Streichen z. B. der musischen Fächer)
  • Einsätze der Bundeswehr sind auf das notwendigste zu beschränken. Diplomatie ist gefragt! Die Ausrüstung der Bundeswehr muss transparent sein und kontrolliert werden, um Beschaffungspannen zukünftig zu vermeiden.

Eigentlich läuft 2019 der Solidaritätszuschlag (Soli) aus. Wurde uns früher so versprochen, aber die Regierung Merkel will den Soli verlängern. Er bringt dem Staat rund 13 Milliarden Euro jährlich, die bereits heute für alles Mögliche fest verplant sind. - Wie soll nach 2019 diese finanzielle Lücke geschlossen werden?

Die Erhöhung von Steuern - welche auch immer - ist u. E. also pure Notwendigkeit, wenn unsere Staatsfinanzen nicht über kurz oder lang aus den Fugen geraten sollen.
 

Frühere Artikel:
 
Peer Steinbrück im Streitgespräch mit Bundeskanzlerin Merkel 03.09.2013
Verhinderung von Steuerbetrug durch unseren Bundeskanzlerkandidaten Peer Steinbrück 09.04.2013
Keine „kalte Steuerprogression“ mehr! 15.11.2011
Keine Steuergeschenke, sondern Steuergerechtigkeit 12.09.2011
Bauernfängerei - Steuerentlastung 24.06.2011
Steuerpolitik 13.12.2010
Beihilfe zur Steuerhinterziehung? 10.11.2010
Steuermodell der FDP - eine Mogelpackung 14.04.2010
Warum brauchen wir eine sozialdemokratische Finanzpolitik? 19.09.2009
Vorschläge zur Erneuerung unserer sozialdemokratischen Partei Deutschlands 19.10.2009
 
09.10.2013 mr

 
 

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MalenterInnen sind bestürzt,

ein gutintegrierter Iraker (19 J.) wurde aus Bad Malente am 18. Mai 2026 von München aus „abgeschoben“.
Er hinterlässt eine große Lücke in der Seniorenresidenz, wo er bis dato tätig war. Bewohner sowie die Leitung des Hauses fassen es kaum /Link/ und hier.

Die Zuwanderungsbehörde behauptet ohne Begründung: Die Integration sei nicht gelungen.
Die, die ihn kannten, widersprechen dieser Darstellung. Quelle: OHA, 29. Mai 2026, Seite 15

/Link, PDF/

 

Interview der Woche

im Deutschlandfunk (Dlf) mit
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch
/Link/

 

Anne Brorhilker,

ehemalige Oberstaatsanwältin, schätzt, dass Deutschland wegen Steuerhinterziehung rund 100 Milliarden Euro pro Jahr entgehen. Der Finanzdienstleistungssektor scheint einen so gewaltigen Einfluss zu haben, dass die staatliche Aufsicht u. E. Aufklärung von Steuerhinterziehung großer Summen behindert.

Deutschlandfunk: „Interview der Woche“ Sonntag, 22.03.26 ab 11:05 Uhr /Link/

 

Umsetzen der Istanbul-Konvention - Jetzt!

In der Istanbul-Konvention verpflichten sich Staaten, geschlechtsspezifische Gewalt. die sich gegen Mädchen und Frauen richtet, zu bekämpfen und zu ahnden. Wie viel Gewalt und wie viele Femizide an Mädchen und Frauen müssen noch in Deutschland geschehen, bis auch unsere Regierung die Istanbul-Konvention endlich umsetzt?

 

Das war kein Aprilscherz,

als am 1. April 2025 fünf bewaffnete Polizisten das Haus der Familie des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Menden (Sauerland, NRW) durchsuchten.
Der rechtswidrige [Durchsuchungs-]Beschluss kam vom Amtsgericht Arnsberg.“ „Die Direktorin ist die Ehefrau des Bundeskanzlers, Charlotte Merz.“ (CDU) /Link/.
Ausschüsse dazu im Landtag NRW /Link/

Eine weitere rechtswidrige Hausdurchsuchung? /Link/ Ja, es war so! /Link/

/Link/

 

75 Jahre Grundgesetz

„Am 23. Mai 1949 [fand] in der Aula der Pädagogischen Akademie [in Bonn] in feierlichem Rahmen die Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes statt.“ /Link/

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier /Link/

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnt

in einem Interview mit der SZ an, dass wenn „die Glaubwürdigkeit einer Regierung sinkt, hängt das auch damit zusammen, dass Entscheidungen nicht ausreichend kommuniziert oder akzeptiert worden sind oder von internem Streit, der nach außen dringt, überlagert werden.“
Zum Interview: /Link/, s. auch /Link/.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Vor 175 Jahren trat die Deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. zusammen. Es war am 18.Mai 1848 in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Zur Rede des Bundespräsidenten: /Link/

 

Missstände bei der Polizei und Justiz

Justizwillkür wie z. B. der „Badewannenunfall“, das Ignorieren des BVerfG von Richtern des OLGs Naumburg, der Fall Mollath,
sowie Fehlverhalten von Polizeibeamten.

 

Endlich existiert ein Whistleblowergesetz, es scheint uns aber nicht optimal zu sein.

 

Waffen - werden keinen Frieden schaffen!

Keine Waffen und keinen Technologietransfer in die Türkei! /Link/!
Keine Panzer an Saudi-Arabien /Link/!
Keine Lieferungen von Kriegsgerät in Krisengebiete /Link/!

 

Auch wir, SPD Eulen, haben bereits seit 2010 mehrfach kritisiert:
Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist illegal.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 05.05.2020 /Link/

Europaflagge

 

Stau-Stau-Stau-Stau-Stau

Von Nord nach Süd
von Ost nach West
und umgekehrt.
Ganz Deutschland
steht im Stau!

/Link/

Dadurch werden
Kräfte gebunden,
Zeit vergeudet,
die Gesundheit gefährdet.

 

Gesundheits- und umweltschädlich

Abgase, Rauch und Gülle

 

Steuersenkung?

Nein!

Steuerreform unseres sehr komplizierten Steuersystems?
Ja!!

 

Zu früheren Blöcken

hier

 

Mit der SPD auf Tour

„Gemeinsam Mee(h)r erleben“

Jahresprogramm
für 2025 / 26

 

Motto für 2026

Hoffnung verbreiten, Solidarität leben

zu den früheren Mottos

 

WebsoziInfo-News

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
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18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

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Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

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