Einsatz von Votomaten im Bundestag geplant?

Noch wird es geheim gehalten: Im Bundestag ist der Einsatz von Votomaten geplant. Wie aus sicherer Quelle zu erfahren ist, steht die Entwicklung der Votomaten durch die Firma Vototec GmbH kurz vor dem Abschluss. Es ist geplant, jedem Abgeordneten einen Votomaten (to vote = abstimmen) zur Seite zu stellen, der deutlich sichtbar den Namen des betreffenden Abgeordneten trägt. Der Votomat ist ein Roboter mit einem Arm, den er heben kann, und mit einer blauen LED-Leuchte an seinem Kopfende ausgestattet. Über abhörsicheren Funk ist er mit dem Sprecher der betreffenden Partei und ausgewählten Lobbyisten verbunden. Der Votomat kann sich mit Hilfe eines Leitsystems zwischen dem Plenarsaal, den Räumen, in denen die Ausschüsse tagen und den Abgeordnetenbüros bewegen.

Die Votomaten sollen die Abgeordneten weitgehend bei den Abstimmungen und bei der Arbeit in den Ausschüssen vertreten. Der Ablauf der Abstimmung wird fast wie bisher sein: Wenn der Sprecher der betreffenden Partei den Arm zur Abstimmung hebt, werden die dem Sprecher zugeordneten Votomaten - wie bisher die Abgeordneten - ebenfalls den Arm heben. Durch kurzes Aufblinken der blauen Leuchte kann Beifall signalisiert werden. Missfallen wird durch minutenlanges Leuchten signalisiert. Wenn der Redner den Beifallsknopf betätigt, werden über Funk die blauen Leuchten der der eigenen Partei zugeordneten Votomaten kurz Zustimmung blinken und die Lampen der Votomaten der Opposition Missfallen anzeigen. Da die Abgeordneten auch heute schon bei Abstimmungen meistens gar nicht wissen, um was es dabei geht, werden die Abstimmungen mit den Votomaten im Parlament genau so demokratisch verlaufen wie bisher. Bei der Arbeit in den Ausschüssen dürfen die Votomaten gelegentlich mit der blauen Leuchte Zustimmung oder Ablehnung kundtun, ansonsten legt die Regierung wie bisher - nach Vorgabe aus Brüssel - fest, was der Bundestag zu beschließen hat. Bei Abstimmungen über Diätenerhöhungen heben einfach alle Votomaten ihren Arm.

Durch die Einführung der Votomaten werden die Abgeordneten mehr Zeit gewinnen, ungestört ihren Haupt- bzw. Nebenbeschäftigungen nachgehen zu können, um ihre schmalen Diäten aufzubessern. Es ist den Abgeordneten natürlich freigestellt, ihre eingesparte Zeit auch dafür einzusetzen, Gesetzesinitiativen zu erarbeiten und ggf. auf den Weg zu bringen. Die Votomaten könnten dann solchen Gesetzen zustimmen. Außerdem könnten die Abgeordneten ihren Wahlkreis pflegen und Petitionen bearbeiten.

In diesem Zusammenhang werden Überlegungen aktuell, wichtige Talkshows, wie die von Sabine Christiansen, Sandra Maischberger, Maybrit Illner und ab Herbst dieses Jahres Anne Will und wie sie alle heißen als Außenstellen des Parlamentes einzuführen. In diesen Talkshows werden im Schnelldurchgang wichtige Fragen und Problemkreise für jedermann im Fernsehen, Hörfunk oder Internet zugänglich abgehandelt. Abgeordnete (und andere Politiker) können sich in diesen Foren selbst darstellen und wenn sogar Abstimmungen unter den Zuschauern oder TED-Umfragen stattfinden, wäre das ein Schritt zur gelebten Demokratie.

Lediglich Probleme bereitet noch, wie die Wünsche der Konzerne und anderer Interessensgruppen so in die Arbeit des Bundestages einfließen können, dass der Wähler glaubt, dass es sich dabei um seine eigenen Wünsche handele.
Febr. 2007 mr

(Diese Satire wurde am 25.05.2010 aus einer nicht mehr existierenden Internetseite übernommen.)  

Nachtrag vom 10.11.2012
Die Votomaten haben am 09. Nov. 2012 ihren Probelauf bestanden. Obwohl die FDP und Teile der CDU gegen das Betreuungsgeld sogenannte „Herdprämie“ waren, haben sich die Arme ihrer Abgeordneten bei „Ja“ bis auf 3 löbliche Ausnahmen aus der CDU und 5 aus der FDP gehoben /Link, pdf-Datei 144 KB/. - Die Opposition ist gegen das Betreuungsgeld, weil dadurch die ohnehin knappen Mittel für den Krippenausbau geschmälert werden.
10.11.2012 r

 

Leserbrief vom 20.02.2007

Hallo SPD-Ortsverein,

vielen Dank für die Aufklärung über die Votomaten. Allerdings bestehen hier für mich noch einige Unklarheiten. Als ich den Artikel las, dachte ich mir zuerst, er muss schon sehr alt sein. Ich hatte den Eindruck, was dort noch als "Planungen" beschrieben wird, ist offensichtlich schon längst Wirklichkeit. Jedenfalls war mir danach einiges sehr viel klarer. Verwundert war ich allerdings, als ich am Ende lesen musste, dass dies alles nur eine Satire sein soll. Seid Ihr da sicher?

Ist nicht die Entwicklung schon viel weiter geschritten. Nachdem sich die Einführung der Votomaten als so erfolgreich erwiesen hat, wurden die Kontramaten eingeführt: Maschinen, die kontroverse Diskussionen vorführen und dadurch dem Bürger den Eindruck geben, dort bewegt sich etwas. Die Maschinen sind dabei so programmiert, dass sie zwar vortäuschen, jede Bürgergruppe zu vertreten, aber grundsätzlich zu keiner Einigung kommen. Schließlich würde man nach einer Einigung entsprechende Aktionen erwarten, und das könnte sehr blamabel für die Automatenaufsteller werden.

Mit freundlichen Grüßen
Gerd W.

(Nachtrag vom 04.06.2009: Dieser Leserbrief wurde am 04.06.2009 aus einer nicht mehr existierenden Seite übernommen. Siehe auch unseren Beitrag: „Einsatz von Votomaten im Bundestag geplant?“ und „Bezahlte Nebentätigkeiten von Abgeordneten“.)

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(Nachtrag vom 04.06.2009: Dieser Leserbrief wurde am 04.06.2009 aus einer nicht mehr existierenden Seite übernommen und am 07.11.2018 hierher verschoben.)

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Informationsfreiheit
muss bestehen bleiben

 

„ZDF-Sommerinterview mit Frank-Walter Steinmeier“

Hört genau hin,
unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einiges zurechtgerückt. /Link/
Und hier könnt Ihr es nachlesen:
/Link/

 

Interview der Woche

im Deutschlandfunk (Dlf) mit
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch
/Link/

 

Anne Brorhilker,

ehemalige Oberstaatsanwältin, schätzt, dass Deutschland wegen Steuerhinterziehung rund 100 Milliarden Euro pro Jahr entgehen. Der Finanzdienstleistungssektor scheint einen so gewaltigen Einfluss zu haben, dass die staatliche Aufsicht u. E. Aufklärung von Steuerhinterziehung großer Summen behindert.

Deutschlandfunk: „Interview der Woche“ Sonntag, 22.03.26 ab 11:05 Uhr /Link/

Der Verein Finanzwende setzt sich „für faire, stabile und nachhaltige Finanzmärkte ein.“ /Link/.

 

Umsetzen der Istanbul-Konvention - Jetzt!

In der Istanbul-Konvention verpflichten sich Staaten, geschlechtsspezifische Gewalt. die sich gegen Mädchen und Frauen richtet, zu bekämpfen und zu ahnden. Wie viel Gewalt und wie viele Femizide an Mädchen und Frauen müssen noch in Deutschland geschehen, bis auch unsere Regierung die Istanbul-Konvention endlich umsetzt?

 

Das war kein Aprilscherz,

als am 1. April 2025 fünf bewaffnete Polizisten das Haus der Familie des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Menden (Sauerland, NRW) durchsuchten.
„Der rechtswidrige [Durchsuchungs-]Beschluss kam vom Amtsgericht Arnsberg.“ „Die Direktorin ist die Ehefrau des Bundeskanzlers, Charlotte Merz.“ (CDU) /Link/.
Ausschüsse dazu im Landtag NRW /Link/

Eine weitere rechtswidrige Hausdurchsuchung? /Link/ Ja, es war so! /Link/

/Link/

 

75 Jahre Grundgesetz

„Am 23. Mai 1949 [fand] in der Aula der Pädagogischen Akademie [in Bonn] in feierlichem Rahmen die Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes statt.“ /Link/

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier /Link/

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnt

in einem Interview mit der SZ an, dass wenn „die Glaubwürdigkeit einer Regierung sinkt, hängt das auch damit zusammen, dass Entscheidungen nicht ausreichend kommuniziert oder akzeptiert worden sind oder von internem Streit, der nach außen dringt, überlagert werden.“
Zum Interview: /Link/, s. auch /Link/.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Vor 175 Jahren trat die Deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. zusammen. Es war am 18.Mai 1848 in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Zur Rede des Bundespräsidenten: /Link/

 

Missstände bei der Polizei und Justiz

Justizwillkür wie z. B. der „Badewannenunfall“, das Ignorieren des BVerfG von Richtern des OLGs Naumburg, der Fall Mollath,
sowie Fehlverhalten von Polizeibeamten.

 

Endlich existiert ein Whistleblowergesetz, es scheint uns aber nicht optimal zu sein.

 

Waffen - werden keinen Frieden schaffen!

Keine Waffen und keinen Technologietransfer in die Türkei! /Link/!
Keine Panzer an Saudi-Arabien /Link/!
Keine Lieferungen von Kriegsgerät in Krisengebiete /Link/!

 

Auch wir, SPD Eulen, haben bereits seit 2010 mehrfach kritisiert:
Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist illegal.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 05.05.2020 /Link/

Europaflagge

 

Stau-Stau-Stau-Stau-Stau

Von Nord nach Süd
von Ost nach West
und umgekehrt.
Ganz Deutschland
steht im Stau!

/Link/

Dadurch werden
Kräfte gebunden,
Zeit vergeudet,
die Gesundheit gefährdet.

 

Gesundheits- und umweltschädlich

Abgase, Rauch und Gülle

 

Steuersenkung?

Nein!

Steuerreform unseres sehr komplizierten Steuersystems?
Ja!!

 

Zu früheren Blöcken

hier

 

Mit der SPD auf Tour

„Gemeinsam Mee(h)r erleben“

Jahresprogramm
für 2025 / 26

 

Motto für 2026

Hoffnung verbreiten, Solidarität leben

zu den früheren Mottos

 

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