Um die Weiterverbreitung von Kernwaffen zu beenden, wurde - ab 1970 - von einer Reihe von Staaten der Atomwaffensperrvertrag unter dem Dach der UN beschlossen. Die damaligen Atommächte verpflichteten sich, ihre Kernwaffen und das Knowhow zu ihrer Herstellung nicht weiterzugeben. Und die anderen Staaten, die den Vertrag unterschrieben haben, verzichten darauf, nach Atomwaffen zu streben. Als Ausgleich dafür werden sie bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie unterstützt. Kontrolliert wird die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags von der Internationalen Atomenergieorganisation in Wien. Diese Organisation unterstützt auch die Nichtatommächte bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie. Ihr gehörten 2022 190 Staaten an. Von den Staaten, die den Vertrag nicht ratifiziert oder wieder gekündigt haben, besitzen Pakistan, Indien, Israel (?) und Nordkorea inzwischen auch Atomwaffen.
Allgemein
Nun zur Physik: Für den Bau einer Atombombe wird Uran 235 oder Plutonium benötigt. Diese beiden Stoffe werden auch in den Brennstäben der Atomkraftwerke verwendet. Beide sind radioaktive Schwermetalle. In der Natur kommt ein Gemisch von Uran 238 zu 99,3 % und Uran 235 zu 0,7 % vor. Da beide Uran-Isotope chemisch gleich sind, kann man sie nur physikalisch auf Grund ihres sehr kleinen Gewichtsunterschiedes trennen. Eine übliche Trennmethode ist, die beiden Isotope mittels Zentrifugen, ähnlich wie das Prinzip beim Buttern, wo Fett und Molke der Milch, in einigen Arbeitsschritten voneinander getrennt werden. Nur dass dieser Prozess zur Urananreicherung - im Gegensatz zur Herstellung von Butter aus Milch - sehr häufig zu wiederholen ist. Uranzentrifugen sind komplexe, teure Maschinen im Vergleich zu Butterzentrifugen.
Plutonium kommt in der Natur nur noch in kleinsten Spuren vor. Aber es entsteht künstlich - z. B. als Nebenprodukt beim Betrieb von Kernkraftwerken - und es kann dann in einer Wiederaufbereitungsanlage aus den verbrauchten Brennstäben gewonnen werden.
Für die gängigen Kernkraftwerke reicht es aus, wenn das Uran 235 bis zu 5 % angereicht wird, für Atombomben jedoch sollten es über 90 % sein. Der Rest ist Uran 238. Normalerweise wacht die IAEA, Wien, darüber, dass Uran 235 nicht höher angereichert wird, als für den friedlichen Verwendungszweck - z. B. für Brennstäbe - notwendig ist. Für Forschungsreaktoren werden je nach Verwendungszweck auch höher angereicherte Brennstäbe benutzt. So wurde im Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München in kleineren Mengen Uran mit einem Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent Uran 235 genutzt, das damit waffenfähig wäre /Link/. Der Forschungsreaktor FRM II dient zur Erzeugung von Neutronenstrahlen, die ähnlich wie Röntgenstrahlen für Untersuchungen u. a. in der Industrie, Materialforschung und Medizin eingesetzt werden. Man kann auch weniger angereichertes Uran verwenden, dann entstehen weniger Neutronen pro Sekunde und die Nutzer der Anlage brauchen dann zumindest längere Strahlzeiten oder gehen gleich zu einer anderen Anlage, etwa zum Institut Laue-Langevin (ILL) in Grenoble, wenn dort noch Strahlzeiten frei sind /Link/.
Es ist also durchaus möglich, dass ein Staat zu friedlichen Zwecken hochangereichertes Uran für einen oder mehrere spezielle Kernreaktoren benötigt.
Seit Jahren steht der Iran im dringenden Verdacht, den Besitz von Atomwaffen anzustreben.
Dass der Iran nur für friedlichen Zwecke Uran anreichert, glauben wir auch nicht. Er hat unseres Wissens bisher keine plausible Erklärung für den Verwendungszweck seines hochangereicherten Urans angegeben.
Im Gegensatz zu Deutschland, das keine Anreicherungsanlage hat, sondern benötigte Brennstäbe für den Forschungsreaktor FRM II im Ausland anfertigen lässt, reichert der Iran aber z. Z. selbst immer weiter Uran an, so dass er bald größere Mengen - für den Bau von Atombomben - geeignetes Uran besitzt. Der Iran ist auch nicht dazu bereit, mit der IAEA zusammenzuarbeiten.
Außerdem besitzt der Iran die erforderlichen Raketen, um im Kriegsfall, Atombomben einsetzen zu können.
Schließlich drohen die Machthaber im Iran seit Jahrzehnten, Israel zerstören zu wollen und unterstützen terroristische Organisationen in verschiedenen Staaten, die Israel vernichten wollen.
Daher verstehen wir, dass Israel und die sogenannte „Westliche Welt“ den Iran daran hindern wollen, eine Atommacht zu werden◊
18.06.2025, leicht geändert am 20.06.2025 mr



