Wärmepumpe

Mit einer Wärmepumpe wird aus der Umgebung Wärme bei niedriger Temperatur entnommen. Diese Wärmeenergie wird unter Zufuhr von (normalerweise) elektrischer Energie auf ein höheres Temperaturniveau angehoben („gepumpt“), so dass sie zum Heizen benutzt werden kann. Gegenüber einer elektrischen Heizung können so mit einer Wärmepumpe bis zu ca. 75 % elektrischer Energie eingespart werden.

Voraussetzung für den Einsatz einer Wärmepumpe ist, dass die dabei entstehende Kälte zuverlässig weggeführt wird (physikalisch bedeutet das: Der Wärmepumpe muss Energie in Form von Wärme bei niedriger Temperatur zugeführt werden) und dass von der Wärmepumpe keine Störungen ausgehen (Lärm, Abgase). Nach heutigem Stand erfüllen vermutlich nur elektrisch betriebene Wärmepumpen die letztere Anforderung, auch wenn in den Medien immer wieder von anders angetriebenen Wärmepumpen berichtet wird (z. B. von einem Dieselmotor mit all den Abgasen und dem Lärm). Die Kälte kann ins Erdreich, ins Grundwasser oder in die Luft abgeführt werden und darf dabei keinen Schaden anrichten. Planung und Installation einer Wärmepumpenanlage sollten nur von einer erfahrenen Fachfirma erfolgen, da dabei sehr viel falsch gemacht werden kann, was sich erst mit der Zeit zeigt. Die Politik sollte sich m. E. deshalb dafür einsetzen, dass nur entsprechend lizenzierte, fachlich versierte Firmen solche Arbeiten ausführen dürfen, die betreffenden Firmen eine Garantie von mindestens 15 Jahren für den die Kälte abführenden Kreislauf übernehmen müssen, wenn sich dieser im Erdreich befindet, und dass eine Versicherung besteht, die auch bei Ausfall der Firma (z.B. durch Konkurs) eine evtl. Garantieleistung sicherstellt. In der Garantie muss auch die kleinste abzuführende Kälteleistung festgelegt sein, die für die Heizung des Hauses erforderlich ist. Energiepolitisch gesehen, hat eine Wärmepumpe nur dann einen Sinn, wenn die Energieersparnis damit größer ist, als die Verluste bei der Erzeugung der elektrischen Energie für die Wärmepumpe. - Ideal wäre, wenn man gleichzeitig auch die Kälte nutzen könnte, z. B. für Kühlanlagen oder (wohl nur selten) für eine Eisbahn in einem beheizten Gebäudekomplex.

Der an einer Wärmepumpe interessierte Leser kann sich einen Überblick auf der Internetseite www.waermepumpe.de verschaffen. Dort findet er auch weiterführende Links. Er sollte jedoch bedenken, dass letztendlich in dieser Seite für Wärmepumpen allgemein von Firmen geworben werden soll. - Außerdem stellen verschiedene Ministerien Leitfäden zur Verfügung (z. B. /Link/). Der Leser wird schnell feststellen, dass das Heizen mit einer Wärmepumpe für einen Neubau mit Grundstück, wo noch umfangreiche Erdarbeiten möglich sind und im Haus eine Fußbodenheizung eingerichtet werden kann, eine echte Alternative ist. Im Sommer dann kann man das Haus mit Hilfe der Wärmepumpe kühlen.
15.08.2008

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