Brennstoffzellen

(eingestellt am 29.12.2006)
In einer Brennstoffzelle verbinden sich Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser. Dabei wird elektrische Energie erzeugt. Dieser Vorgang ist sehr umweltfreundlich, weil keine schädlichen Produkte, wie CO2, entstehen, sondern - wie gesagt - nur Wasser. Die Brennstoffzellen lassen sich (im Allgemeinen mit einem davor gesetzten Gerät durch „Reformierung“) so erweitern, dass anstelle des Wasserstoffes auch flüssige oder gasförmige Energieträger (z. B. Alkohol, Benzin) verwendet werden können. Dann allerdings entsteht auch CO2. (Für technisch Interessierte s. /Link/ )

Der Leser wird sich sagen, dass damit ja keine neue Energie erzeugt werden kann. Das ist völlig richtig, aber wenn die Brennstoffzellen einwandfrei funktionieren würden und nicht zu teuer wären, könnte man z. B. mit einer Brennstoffzelle

  • Erdgas, Benzin, Methanol oder Ethanol (Alkohol) mit hohem Wirkungsgrad direkt in Strom verwandeln und das Auto mit einem Elektromotor betreiben. Man bräuchte dann weniger Treibstoff als jetzt, es entstünden keine giftigen Abgase (wie Stickoxyde, aromatische Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid und Ruß) sondern in geringerem Maße als beim Otto- oder Dieselmotor nur das Treibhausgas CO2 und Wasser. Die Motorengeräusche wären auch geringer.
  • Elektrizität für Privathaushalte erzeugen und dazu direkt das für die Heizung eingekaufte Erdgas oder Heizöl verwenden.
  • elektrische Energie (z. B. den von einer Photovoltaikanlage gelieferten Strom) wie in einer Batterie speichern.

Obwohl es schon länger Brennstoffzellen gibt, ist es noch nicht gelungen, eine Brennstoffzelle zu entwickeln, die allen Anforderungen genügt. Bisher werden Brennstoffzellen für Spezialanwendungen oder für praktische Tests gebaut. Um für alle Anwendungen taugliche Brennstoffzellen bauen zu können, muss u. E. noch hoher Aufwand in Forschung und Entwicklung getrieben werden. Letztendlich dürfen Brennstoffzellen für den Verbraucher auch nicht zu teuer sein.

Anwendungsbereiche:

Kraftfahrzeuge: Diverse Autofirmen probieren Testfahrzeuge aus (z. B. DaimlerChrysler). In Chicago wurden schon im Jahr 2000 zwei Busse mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen testweise eingesetzt(Quelle: Ph.J. 5/2000). Zur Zeit ist VW dabei, eine neue Brennstoffzelle zu entwickeln(Ph.J. 12/2006). Problem bei vielen Brennstoffzellen: Sie arbeiten nur bei hohen Temperaturen und müssen daher gut wärmeisoliert werden, andererseits muss die Betriebstemperatur genau stimmen.

Privathaushalte: Hier spielt die Wärmeentwicklung von Brennstoffzellen (vielleicht abgesehen im Hochsommer) keine so große Rolle. Statt Erdgas nur einfach zu verbrennen, kann ein Teil der Energie in elektrischen Strom umgesetzt werden und der Rest in Heizenergie, so dass fast keine Energie verloren geht. Sicher eine gute Sache!

Die Fa. Hexis AG in Winterthur (Schweiz) bietet Brennstoffzellen-Heizgeräte an. Die Geräte werden u. a. in Haushalten in Deutschland getestet.

Für weitere Informationen siehe z. B. /Link/.

Als Batterie: Beim Laptop spielt vielfach die Zeit, mit der man ihn ohne Netzanschluss betreiben kann, eine sehr große Rolle. Forscher des japanischen Elektrokonzerns NEC haben für Laptops eine Brennstoffzelle entwickelt, die mit Methanol „betankt“ werden kann. Die Zelle ist im Testlauf. In Deutschland arbeiten Forscher der Münchener Firma Smartfuelcell und des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme in Freiburg an Brennstoffzellen für den mobilen Einsatz in Laptops (Ph.J. 6/2005).

Unser Kommentar dazu: Brennstoffzellen werden sich u. E. erst dann durchsetzen können, wenn sie robust genug sind (z. B. gegen Erschütterungen im Auto), eine lange Lebensdauer haben, den Sauerstoff aus der Luft entnehmen können, ohne dass andere Bestandteile der Luft die Brennstoffzelle vergiften, wenn sie gut handhabbar und nicht zu teuer sind. Schließlich muss der für Brennstoffzellen erforderliche Treibstoff flächendeckend - zumindest in Deutschland - zur Verfügung stehen. – Vorteile der Brennstoffzelle wären die hohe Umweltverträglichkeit und die bessere Ausnutzung des Treibstoffes.

In der Zukunft könnte ein wichtiger Anwendungsbereich von Brennstoffzellen die Speicherung elektrischer Energie, die durch Photovoltaik oder Windenergieanlagen erzeugt wird, werden. Damit könnten dann die starken Schwankungen der Stromerzeugung durch Zwischenspeicherung abgefangen und die Stromabgabe dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Dann erst könnte man wirklich ein dezentrales Stromnetz aufbauen und die Elektrizität müsste nicht mehr im großen Stil in Europa hin- und hergeschickt werden.

Hierzu sind noch große technologische Probleme zu lösen. So muss der Wirkungsgrad für die Speicherung noch erheblich gesteigert werden. Vermutlich kann man heute nur weniger als ein Drittel der dem Speicher zugeführten elektrischen Energie wieder nutzen. Die Politik sollte diese Forschung fördern.

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Interview der Woche

im Deutschlandfunk (Dlf) mit
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch
/Link/

 

Anne Brorhilker,

ehemalige Oberstaatsanwältin, schätzt, dass Deutschland wegen Steuerhinterziehung rund 100 Milliarden Euro pro Jahr entgehen. Der Finanzdienstleistungssektor scheint einen so gewaltigen Einfluss zu haben, dass die staatliche Aufsicht u. E. Aufklärung von Steuerhinterziehung großer Summen behindert.

Deutschlandfunk: „Interview der Woche“ Sonntag, 22.03.26 ab 11:05 Uhr /Link/

 

Umsetzen der Istanbul-Konvention - Jetzt!

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Das war kein Aprilscherz,

als am 1. April 2025 fünf bewaffnete Polizisten das Haus der Familie des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Menden (Sauerland, NRW) durchsuchten.
Der rechtswidrige [Durchsuchungs-]Beschluss kam vom Amtsgericht Arnsberg.“ „Die Direktorin ist die Ehefrau des Bundeskanzlers, Charlotte Merz.“ (CDU) /Link/.
Ausschüsse dazu im Landtag NRW /Link/

Eine weitere rechtswidrige Hausdurchsuchung? /Link/ Ja, es war so! /Link/

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75 Jahre Grundgesetz

„Am 23. Mai 1949 [fand] in der Aula der Pädagogischen Akademie [in Bonn] in feierlichem Rahmen die Unterzeichnung und Verkündung des Grundgesetzes statt.“ /Link/

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier /Link/

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnt

in einem Interview mit der SZ an, dass wenn „die Glaubwürdigkeit einer Regierung sinkt, hängt das auch damit zusammen, dass Entscheidungen nicht ausreichend kommuniziert oder akzeptiert worden sind oder von internem Streit, der nach außen dringt, überlagert werden.“
Zum Interview: /Link/, s. auch /Link/.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Vor 175 Jahren trat die Deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. zusammen. Es war am 18.Mai 1848 in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Zur Rede des Bundespräsidenten: /Link/

 

Missstände bei der Polizei und Justiz

Justizwillkür wie z. B. der „Badewannenunfall“, das Ignorieren des BVerfG von Richtern des OLGs Naumburg, der Fall Mollath,
sowie Fehlverhalten von Polizeibeamten.

 

Endlich existiert ein Whistleblowergesetz, es scheint uns aber nicht optimal zu sein.

 

Waffen - werden keinen Frieden schaffen!

Keine Waffen und keinen Technologietransfer in die Türkei! /Link/!
Keine Panzer an Saudi-Arabien /Link/!
Keine Lieferungen von Kriegsgerät in Krisengebiete /Link/!

 

Auch wir, SPD Eulen, haben bereits seit 2010 mehrfach kritisiert:
Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist illegal.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 05.05.2020 /Link/

Europaflagge

 

Stau-Stau-Stau-Stau-Stau

Von Nord nach Süd
von Ost nach West
und umgekehrt.
Ganz Deutschland
steht im Stau!

/Link/

Dadurch werden
Kräfte gebunden,
Zeit vergeudet,
die Gesundheit gefährdet.

 

Gesundheits- und umweltschädlich

Abgase, Rauch und Gülle

 

Steuersenkung?

Nein!

Steuerreform unseres sehr komplizierten Steuersystems?
Ja!!

 

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